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Schalke paradox: Trotz Niederlage in Porto wird in der Champions League überwintert

Schalke 04

Eine echte Chance hatte das Team von Trainer Domenico Tedesco in Porto nicht - vielleicht auch, weil schon vor dem Anpfiff feststand, dass der Achtelfinal-Einzug geschafft ist.

Porto

von Jörg Strohschein

, 28.11.2018
Schalke paradox: Trotz Niederlage in Porto wird in der Champions League überwintert

Ratlose Mienen: Benjamin Stambouli und Daniel Caligiuri. © dpa

Es hätte einer der entspannteren Auftritte für den FC Schalke 04 in der Champions League werden können. Denn bereits vor dem Anpfiff beim FC Porto hatte sich das Team von Domenico Tedesco für das Achtelfinale der europäischen Königsklasse qualifiziert. In der Partie zuvor am frühen Abend hatte Lokomotive Moskau Galatasaray Istanbul besiegt (2:0). Damit haben beide Klubs am letzten Spieltag keine Möglichkeit mehr, Porto und die Schalker zu überholen.

Neben dem Erreichen eines der sportlichen Ziele der Königsblauen in dieser Saison erhalten die Schalker damit auch noch zusätzlich 9,5 Millionen Euro von der Europäischen Fußball-Union überwiesen.

Auf diesen Positionen hatte Tedesco sein Team verändert

Der Ruhrgebietsklub begann diese Partie auch nicht wie ein Freundschaftsspiel. Beim 3:1 (0:0) für die Portugiesen lieferten sich beide Teams zumindest eine Halbzeit lang einen intensiven Abnutzungskampf. Am Ende mussten die Schalker sich allerdings den in vielen Belangen überlegenen Gastgebern deutlich geschlagen geben und konnten froh sein, nicht noch eine höhere Niederlage kassiert zu haben.

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Der Ruhrgebietsklub, der auf fünf Positionen zum Spiel gegen Nürnberg verändert aufliefen und bei denen der zuletzt kaum berücksichtigte Routinier Naldo in der Startelf stand, wirkte konzentriert und engagiert. Allerdings gelang es den Schalkern nach gut 15 Minuten zweimal in kurzer Folge nicht, erst Danilo und vier Minuten später Marega an ihren Distanzschüssen zu hindern. Torhüter Ralf Fährmann musste jeweils sein ganz Können aufbieten, um diese Bälle mit den Fingerspitzen neben den Torpfosten zu lenken.

Das Erzielen von Toren bleibt Schalkes großes Problem

Die Defensive des Ruhrgebietsklubs wirkte bis zum Ende der ersten Hälfte recht solide, die Offensivbemühungen waren dagegen kaum existent und insgesamt zu wenig durchschlagskräftig. Ihnen gelang indes kein einziger Torschuss, was Trainer Tedesco beunruhigen dürfte.

Der Angriff und das Erzielen von Toren bleibt das große Problem der Schalker. Es ging Tedescos Team wieder einmal in erster Linie darum, Gegentreffer zu verhindern. Die Schalker versuchten, die Portugiesen vom eigenen Tor fern und hinderten Porto anfänglich daran, ihre technische Überlegenheit gewinnbringend einzusetzen.

Schalke paradox: Trotz Niederlage in Porto wird in der Champions League überwintert

Unzufrieden mit seinen Vorderleuten: Keeper Ralf Fährmann. © imago

Zu Beginn der zweiten Hälfte übertrieben es die Schalker allerdings damit, ihre sämtlichen Bemühungen auf die Defensive zu konzentrieren. Den sechs Minuten anhaltenden Dauerdruck der Portugiesen, bei dem die Schalker kaum ihren Strafraum verlassen konnten, überstanden sie dann doch nicht schadlos. Nach Flanke von Oliver Torres von der rechten Seite stand Eder Militao fünf Meter vor dem Schalker Tor völlig frei und verwandelte vor 41.603 Zuschauern im Estadio do Dragao mit dem Kopf.

Nabil Bentaleb trifft für Schalke vom Punkt

Den 4500 mitgereisten und lange Zeit lautstarken Anhängern der Königsblauen stockte nur drei Minuten später erneut der Atem. Nach einem feinen Doppelpass zwischen Brahimi und Corona erzielte Letzterer aus kurzer Distanz das 2:0. Nach 60 Minuten hatte dann Felipe den dritten Treffer der Portugiesen auf dem Fuß, er traf mit einem spektakulären Fallrückzieher aus rund 14 Metern nur die Querlatte des Schalker Tores.

Eine Minute vor Schluss konnte Schalke noch einmal auf 1:2 verkürzen: Oliver Torres Munoz hatte im Strafraum die Hand zur Hilfe genommen, Schiedsrichter Ovidiu Alin Hategan pfiff Elfmeter. Nabil Bentaleb verwandelte zum 1:2 (89.) – doch nur eine Minute später stellte Moussa Marega den alten Abstand wieder her und erzielte quasi mit dem Abpfiff das 3:1 (90.), das letztlich verdient war.

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