Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Schalke siegt am Abend eines traurigen Tages

Schalke 04

Nach dem 4:1 gegen Düsseldorf stehen die Königsblauen im DFB-Pokal-Viertelfinale - der Tod von Rudi Assauer warf aber einen langen Schatten auf den Abend.

Gelsenkirchen

, 06.02.2019 / Lesedauer: 3 min
Schalke siegt am Abend eines traurigen Tages

Brachte Schalke auf die Siegerstraße: Ahmed Kutucu (r.) erzielte das 1:0, Rabbi Matondo freut sich mit ihm. © imago

In die Arena gekommen waren die 56.638 Zuschauer am Abend wegen des Pokal-Achtelfinales zwischen Schalke 04 und Fortuna Düsseldorf – trotzdem warf der Tod von Rudi Assauer vor dem Spiel einen langen Schatten auf und in das Stadion, das ohne die Antriebskraft der am Nachmittag verstorbenen Schalker Manager-Legende vielleicht nie gebaut worden wäre.

„Legenden sterben nie – Ruhe in Frieden, Rudi“, stand auf einem großen Banner in der Nordkurve, die Spieler beider Mannschaften trugen Trauerflor. Auf das sonst knallbunte Vorprogramm hatte Schalke verzichtet, in gedämpfter Atmosphäre wurden lediglich das Steiger-Lied und „Blau und Weiß, wie lieb‘ ich Dich“ gesungen.

Es gab eine Schweigeminute, Schalke-Boss Clemens Tönnies hielt eine kurze Ansprache: „Das, was sich Rudi für heute am meisten wünschen würde, wäre ein gutes Fußballspiel, und das wollen wir ihm heute geben“, so Tönnies.

Und die Mannschaft hörte auf den Chef – ob nun für Rudi Assauer oder um die wohl letzte Chance Richtung Europa zu nutzen wird sich nie endgültig beweisen lassen: Auf alle Fälle gab es einen 4:1 (1:0)-Sieg gegen Fortuna Düsseldorf. Schalke steht im Viertelfinale (Auslosung am Sonntag im Rahmen der ARD-Sportschau) – und da sich schon mehrere Hochkaräter aus dem Wettbewerb verabschiedet haben, sind Schalkes Chancen auf den Pokalsieg zumindest nicht geringer geworden.

Diese Änderungen nahm Domenico Tedesco vor

S04-Trainer Domenico Tedesco hatte im Vergleich zum Gladbach-Spiel kräftig rotiert und vier Änderungen vorgenommen. Im Tor feierte Ralf Fährmann sein Start-Comeback – Alexander Nübel wäre zwar trotz seiner Roten Karte im Pokal spielberechtigt gewesen, Tedesco entschied sich aber dafür, Fährmann Spielpraxis zu ermöglichen. In der Abwehr kam Jeffrey Bruma, ausgeliehen vom VfL Wolfsburg. zu seinem Debüt, auch Schalkes zweiter Neuzugang Rabbi Matondo durfte von Beginn an ran. Im Sturm begann Ahmed Kutucu.

Die erste halbe Stunde der Partie war von vorsichtigem Abtasten geprägt, kein Team wollte sich eine vorzeitige Blöße geben. Der Knoten platzte dann durch einen feinen Schuss von Kutucu in den Winkel des von Jaroslav Drobny gehüteten Düsseldorfer Tores.

Umfrage

Wie bewerten Sie den Auftritt der Schalker gegen Düsseldorf?

111 abgegebene Stimmen

Nach dem 1:0 in der 30. Minute blieb Schalke am Drücker: Salif Sané staubte nach einer Ecke von Bastian Oczipka und einem Kopfball von Weston McKennie zum 2:0 ab (47.), Mark Uth profitierte von einem Drobny-Abpraller nach einem Schuss von Kutucu und erzielte in der 53. Minute das 3:0.

Nun brachte Düsseldorfs Trainer Friedhelm Funkel den bis dahin überraschend auf der Bank sitzenden Top-Stürmer Dodi Lukebakio. Aber nicht er, sondern Rouwen Hennigs schaffte für die Fortuna das 3:1 (70.).

Auch diese beiden Teams liefen mit Trauerflor auf

Die Gastgeber, bei denen der mit Licht und Schatten spielende Neuzugang Rabbi Matondo zur Halbzeit ausgewechselt wurde, hatte danach zwar noch einige „Wackler“, in Gefahr geriet der Sieg aber nicht mehr. Der Kopfballtreffer von Salif Sané zum 4:1 nach Freistoß von Oczipka war in der 87. Minute dann das perfekte Ende eines Tages, der für Schalke eine so trauriges Nachricht bereit gehalten hatte.

Nicht nur für Schalke: Auch in Berlin spielten die Fußballer von Hertha BSC und Bayern mit Trauer-Flor – für Rudi Assauer.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt