Männerchor sorgt beim Konzert für maritime Atmosphäre

Konzert

Vom Berkelstrand bis nach Capri und Madagaskar führte die musikalische Schiffsreise des Stadtlohner Männerchors. Sie endete im Beifallssturm.

Stadtlohn

, 30.09.2018, 18:06 Uhr / Lesedauer: 2 min
 Männerchor sorgt beim Konzert für maritime Atmosphäre

Der „Kapitän“ am Klavier: Chorleiter Bernhard van Almsick und der Stadtlohner Männerchor nahmen ihr Publikum mit auf eine große Schiffsreise. © Susanne Dirking

Die Segel waren gesetzt, die Fischernetze gespannt, die Kapitänsmütze lag bereit, die Möwen waren schon an Deck, dazu der riesige Koffer im Heimathafen an der Berkel, all das sorgte am Samstagnachmittag beim Konzert des Stadtlohner Männerchors für gelungene Seemanns- und Urlaubsatmosphäre. „Ahoi und herzlich willkommen. Sie gehen heute mit uns auf Kreuzfahrt“ begrüßte der Vorsitzende Burkhard Kirchhoff die vielen Gäste, unter ihnen Bürgermeister Helmut Könning und der stellvertretende Vorsitzende des Chorverbandes Westmünsterland, Reinhard Menke, in der vollgefüllten Konzertaula des Geschwister-Scholl-Gymnasiums.

Publikum singt mit

Dann enterten mehr als 30 „Leichtmatrosen“ das „Schiff“ und Chorleiter und „Kapitän“ Bernhard van Almsick kündigte Lieder von trinkbarem und fröhlichem Nass an, die er am Steinway-Flügel gefühlvoll begleitete. Nun hieß es Leinen los und mit gut geschulten Stimmen sang der Männerchor das „Morgenrot“ von Pracht. Beim frisch und fröhlich gesungenen „Jetzt fahr‘n wie über‘n See, über‘n See“ sprang der Funke gleich über ins Publikum, das kräftig mitsang.

Trinklieder

Dann überraschte der Chor mit einem in Deutsch gesungenen griechischen Volkslied. Das Trinklied vom Rebensaft widmeten die Chorsänger Bacchus, dem „Edlen Fürst des Weines“, dessen Konterfei auch zu sehen war. Aus vollen Kehlen klang dann „Aus der Traube in die Tonne“ ans Ohr, laut Chorleiter ein „Muss für jeden Männerchor“ und er zitierte dann die wahren Worte eines bekannten Kabarettisten: „Wer singt, braucht keinen Therapeuten“.

Romantisch und gefährlich

Mit Chormusik auf hohem Niveau beglückte der Männerchor danach die Musikfreunde, mit dem romantischen Schifferlied von Silcher: „Es löscht das Meer die Sonne aus und kühlendes Mondlicht ist erwacht“. Und das Publikum sparte nicht mit Applaus. Darauf folgten die Lieder zum Träumen, wie „Seemann, deine Heimat ist das Meer“ und das sehr schön gesungene „Junge, komm bald wieder, bald wieder nach Haus“ von Freddy Quinn. Auch die Gefahren einer Seereise wurden musikalisch nicht ausgeblendet. Die sieben Strophen von „Wir lagen vor Madagaskar“ schallten durch die Konzertaula, im Wechsel gesungen von Chor und Publikum. „Wenn bei Capri die rote Sonne im Meer versinkt“ ging unter die Haut und weckte Erinnerungen an die romantische Abendstimmung im Süden Italiens.

Smalltalk im Foyer

Nach dem Riesenapplaus und stehenden Ovationen gab es eine Zugabe und Burkhard Kirchhoff meinte: „Singen macht hungrig. In der Kombüse wird schon fleißig gebrutzelt“ und lud damit das Publikum zu genüsslichem Essen, Trinken und zum Smalltalk ins Foyer oder auf den Schulhof des Gymnasiums ein.

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