Abriss von drei Häusern an der Hagenstraße läuft

Platz für Parkplätze

Die innerstädtische Entwicklung in Stadtlohn geht weiter: Am Montag rollte an der Hagenstraße ein Bagger für den Abriss von drei Häusern an.

STADTLOHN

, 01.08.2016, 18:04 Uhr / Lesedauer: 2 min
Für den Abriss von drei Häusern an der Hagenstraße rollte gestern ein Bagger an.

Für den Abriss von drei Häusern an der Hagenstraße rollte gestern ein Bagger an.

Die Häuser weichen für eine Neuordnung und Erweiterung der Parkplatzsituation im Bereich Hagen- und Stegerstraße. Hintergrund ist unter anderem die geplante Erweiterung eines Textilhauses an der Stegerstraße. Das Familienunternehmen will den Bereich zwischen Bäckerei Zumbusch und DM-Drogeriemarkt überbauen. Geplant ist die Erweiterung der Verkaufsfläche des Textil-Einzelhändlers von derzeit 2000 auf rund 3000 Quadratmeter.

Rund 80 Parkplätze

Voraussetzung dafür ist unter anderem die Schaffung von neuen Parkplätzen. Bei der Vorstellung des Projektes des Modehauses Demes im Stadtlohner Bauausschuss im Mai 2015 wurde erläutert, dass die derzeit 40 Parkplätze auf rund 80 erweitert werden sollen.

Dafür müssen nun die städtischen Gebäude an der Hagenstraße weichen. Zuletzt hatten in den drei Häusern rund 25 Flüchtlinge gelebt. Weil Stadtlohn derzeit nicht mehr so viele Flüchtlinge zugewiesen bekommt und der Stadt an anderen Stellen Wohnraum zur Verfügung steht, können die Häuser nun abgerissen werden. Bei der Vorstellung der Erweiterungspläne des Stadtlohner Modehauses war von einem Einkaufserlebnis mit Leuchtturmfunktion die Rede. Politiker und Investor hoffen, durch das Projekt noch mehr Kunden ins Stadtlohner Zentrum zu locken.

Wie Hermann Kösters von der Stadt Stadtlohn gestern auf Anfrage berichtete, dauern die Abrissarbeiten noch etwa zwei Wochen. Geplant ist, im Anschluss direkt mit dem Bau der Parkplätze zu beginnen.

Fertigstellung bis Ostern

Fertig soll der Umbau Ostern 2017 sein, ergänzt Bürgermeister Helmut Könning. Er ordnet den Abriss in das innerstädtische Gesamt-Parkplatzkonzept ein. Die heutigen Parkplätze werden von Modehaus, DM-Markt und Kirche genutzt. Durch den Neubau fallen einige Parkplätze im vorderen Bereich weg. Dafür gibt es im hinteren Bereich später mehr Parkplätze. Könning: „Im Zuge der Stadtsanierung wollen wir einige stadtnahe Parkplätze mehr bereitstellen“. Grund: Entlang der innerstädtischen Straßen stehen nun „weniger Parkplätze als vorher“ zur Verfügung. „Dafür wurden mehr Funktionsflächen geschaffen“, sagt der Bürgermeister. Diese bieten den Geschäften und Lokalen Gelegenheit, ihre Waren auszustellen oder Tische und Stühle an die Straße zu stellen. Ziel der Parkplatzreduzierung entlang der Straßen ist es, „den Parkplatzsuchverkehr in der Innenstadt zu reduzieren“, ergänzt Könning.

„Wunsch“ der Stadt ist es, irgendwann eine Anbindung der neuen Parkplätze direkt an die Klosterstraße herzustellen. „Wir sind mit den Anliegern im Gespräch“, sagt Könning. Er betont aber , dass dies noch Zukunftsmusik ist und er keinesfalls Druck bei den Anliegern aufbauen will. Aber: Von dieser Anbindung verspricht sich die Stadt eine verkehrliche Entlastung der Stegerstraße.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt