Alles auf Anfang beim Konzertchor

VHS-Konzertchor Stadtlohn

Neue Leitung, neuer Name – der ehemalige Euregio Konzertchor will neue Wege beschreiten. Das beinhaltet mehr als nur ein neues Logo.

Stadtlohn

, 19.09.2018, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Mit Heike Haefner-Volmer hat der Konzertchor der VHS eine musikalische Leiterin gefunden, die neue Wege beschreiten will.

Mit Heike Haefner-Volmer hat der Konzertchor der VHS eine musikalische Leiterin gefunden, die neue Wege beschreiten will. © Katrin Sarholz

Ganz klassisch“ präsentiert sich der „neue“ Konzertchor der VHS, der sich immer in Stadtlohn zu Proben trifft. „Ganz klassisch“ ist das neue Motto des ehemaligen Euregio Konzertchores. Nach einem Wechsel in der Chorleitung ist jetzt wieder Ruhe in die Probenräume eingekehrt – obwohl „Ruhe“ nun wiederum so gar nicht passen will zu den gut 35 Chorsängerinnen und -sängern, die immer noch ein beachtliches Klangvolumen auf die Beine stellen.

Offen für Neue(s)

„Wir wollen neue Wege gehen“, erklärt Paul Bußhoff, Vorsitzender des Chores, „unser musikalisches Repertoire erweitern und somit auch ein breites Publikum ansprechen.“ Auch die Nähe zur VHS und damit verbunden die Offenheit des Chores für interessierte Sängerinnen und Sänger soll wieder deutlicher werden.

Mit Heike Haefner-Volmer hat der Chor eine musikalische Leiterin gefunden, die diese Wege gemeinsam mit dem Chor beschreiten kann und will. Sie studierte an der Folkwang Hochschule in Essen Kirchenmusik und erlangte 1987 das A-Examen. Danach war sie 15 Jahre Kantorin an St. Paul in Recklinghausen, bevor sie nach Ahaus–Wüllen an St. Andreas wechselte. In Recklinghausen führte sie Orchestermessen in Zusammenarbeit mit den Gelsenkirchener Sinfonikern und dem Westfälischen Sinfonieorchester auf und war dort Mit-Initiatorin der Recklinghäuser Orgeltage. In Ahaus gestaltet sie Kirchenkonzerte – solistisch oder als Begleitung mit Orgel oder Cembalo – mit verschiedenen Ensembles und Solisten. Auch gründete sie den Förderkreis Kirchenmusik St. Andreas.

Viel Freude bei der Arbeit

Heike Haefner-Volmer genießt die Arbeit mit dem neuen Chor. „Wir haben uns schon sehr gut aneinander gewöhnt. Mit so engagierten und motivierten Menschen zu arbeiten, bringt viel Freude.“ Auch lobte sie die Zusammenarbeit mit Korrepetitor Gerard van Kempen. Über das Dirigat könne sie so noch intensiver das Stück erarbeiten, außerdem stehe van Kempen für das Konzert als Pianist zur Verfügung.

Zurzeit probt der Konzertchor der VHS die „Petite Messe Solennelle“ von Gioacchino Rossini. Das Wort „petite“ im Titel bezieht sich jedoch nur auf die Besetzung. Mit einer Länge von über 80 Minuten ist diese Messe alles andere als klein. Instrumente sind Klavier und Harmonium, die den Chor und die vier Solisten unterstützen. Eine in der heutigen Zeit ungewöhnliche Kombination, zur Zeit der Romantik jedoch eine durchaus geläufige Instrumentierung. Passend zum 150. Todestag Rossinis wird das Werk am 17. November um 19 Uhr in der St. Joseph Kirche in Stadtlohn aufgeführt.

Als „Vorgeschmack“ wird der Chor in den Messen am 23. September um 11 Uhr in St. Otger Stadtlohn, und am 13. Oktober um 17 Uhr in St. Andreas Wüllen, einige Werke zur Messgestaltung beitragen, darunter auch Teile der Rossini-Messe.

„Die Freude an der Musik begründet den Zusammenhalt des Chores“, bestätigt auch Paul Bußhoff. „Deshalb freuen sich die Chorismitglieder über jede neue Stimme, die den Chor bereichern möchten“. Geprobt wird jeden Donnerstag um 20 Uhr in der Musikschule, Butenstadt 13. Kontakt: Paul Bußhoff, Vorsitzender des Konzertchors der VHS, Tel. (02563) 7168, und Chorleiterin Heike Haefner-Volmer, Tel. (02561) 9635919
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