Mit Video: Alte Lichtgitter-Gebäude jetzt dem Erdboden gleichgemacht

rnLichtgitter-Abriss

Der Lichtgitter-Abriss an der Kreuzstraße geht dem Ende entgegen. Am Montag ist das Verwaltungsgebäude in Trümmer gefallen – und hat bei einem zufälligen Passanten alte Erinnerungen geweckt.

Stadtlohn

, 02.03.2020, 14:04 Uhr / Lesedauer: 1 min

Eigentlich wollte Bernhard Rensing am Montag mit dem Fahrrad nur schnell zum Einkaufen fahren. Doch dann eröffnete ihm der Bagger mit der Abbruchschere unvermittelt einen Blick in die Vergangenheit.

Bernhard Rensing beobachtet die Abrissarbeiten. An das Verwaltungsgebäude hat er noch berufliche Erinnerungen.

Bernhard Rensing beobachtet die Abrissarbeiten. An das Verwaltungsgebäude hat er noch berufliche Erinnerungen. © Stefan Grothues

Die ehemaligen Produktionshallen der Firma Lichtgitter an der Kreuzstraße sind in den vergangenen Wochen in Trümmer gefallen. Nur noch das ehemalige Verwaltungsgebäude stand am Montag umgeben von Schuttbergen. Gerade eben als Bernhard Rensing vorbeiradelte, riss der Bagger mit der Schere ein Loch in die Fassade.

Von der Kreuzstraße aus gibt es jetzt einen ganz neuen Blick auf St. Otger.

Von der Kreuzstraße aus gibt es jetzt einen ganz neuen Blick auf St. Otger. © Stefan Grothues

Bernhard Rensing steigt vom Fahrrad und blickt in das klaffende Mauerloch. „Dort oben im Konferenzraum habe ich vor über 40 Jahren gesessen“, sagt er. „Da habe ich mit Dr. Martin über Stahllieferungen für die neuen Lichtgitter-Hallen an der Siemensstraße verhandelt“, sagt der 74-Jährige, der früher im Stahlhandel tätig war. Jetzt staunt er über die Präzisionsarbeit des Baggerfahrers und die Kraft der Abbruchschere, die Mauerstück für Mauerstück aus dem Gebäude reißt.

Die Kreuzstraße bekommt ein neues Gesicht. Mittelfristig soll hier Wohnbebauung entstehen.

Die Kreuzstraße bekommt ein neues Gesicht. Mittelfristig soll hier Wohnbebauung entstehen. © Stefan Grothues

Dr. Hans Martin war damals geschäftsführender Gesellschafter von Lichtgitter. In den Jahren 1977/78 verlegte er sein Unternehmen von der Kreuzstraße zum neuen Standort an der Siemensstraße. Die alten Hallen wurden bis 2017 nur noch als Lagerstätte genutzt. Seit Montag sind alle Gebäude dem Erdboden gleich gemacht.

Erst grüne Wiese, dann Wohnquartier

Jetzt müssen noch etliche Fundamente und die Schuttberge beseitigt werden. Bis Mai soll hier eine grüne Wiese entstehen. Langfristig sollen auf der ehemaligen Industriebrache neue Wohnhäuser gebaut werden.

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Ein städtebaulicher Rahmenplan, der auch das benachbarte ehemalige Spahn-Areal umfasst, wird in den nächsten Monaten im Bauausschuss der Stadt vorgestellt werden.

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