An der Brakstraße in Stadtlohn soll ein neues Wohnquartier entstehen

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Eine Brache mitten in Stadtlohn soll zu neuem Leben erweckt werden. Das Areal der ehemaligen Baustoffhandlung an der Brakstraße ist verkauft worden. Investoren wollen dort Wohnungen bauen.

Stadtlohn

, 29.09.2020, 13:33 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Grundstückskaufverträge sind unterzeichnet, die ersten Planentwürfe gemacht. Die Grünewald und Niesing Immobilien GmbH will der rund 6000 Quadratmeter großen Brachfläche im Bereich Kalterweg und Brakstraße neues Leben einhauchen und sieben bis acht Mehrfamlienhäuser errichten. Zuvor muss aber noch ein Bebauungsplanverfahren mit Beteiligung der Öffentlichkeit stattfinden.

Rund 6000 Quadratmeter misst das Areal im Bereich zwischen Kalterweg, Brakstraße und Engelstraße. Hier sollen neue Wohnungen entstehen.

Rund 6000 Quadratmeter misst das Areal im Bereich zwischen Kalterweg, Brakstraße und Engelstraße. Hier sollen neue Wohnungen entstehen. © Stefan Grothues

Viele Jahre war auf dem Gelände der Baustoffhandel Wullers ansässig. Später siedelte sich dort der Sonderpostenmarkt Thomas Philipps an, der Mitte der 1990er-Jahre an die von-Ardenne-Straße umzog. Seither stehen die Hallen leer – abgesehen von einer Kunstaustellung im Jahr 2010. Damals zog die Kreuzweg-Installation „Dimensionen – Wege zum Kreuz“ über 3000 Besucher an.

Investoren wollen 56 bis 80 Wohnungen errichten

Nun sollen die alten Hallen und Gebäude abgerissen werden. Wohnhäuser mit insgesamt 60 bis 80 Wohnungen könnten hier entstehen, sagt Franz-Josef Niesing, einer der Geschäftsführer der Grünewald und Niesing Immobilien GmbH.

Nach seinen Worten sind „keine Riesenblöcke“ geplant. „Es muss ja auch für die Nachbarn verträglich sein“, so Franz-Josef Niesing. Nach den ersten Entwürfen des Ahauser Architekturbüros Farwick + Grote sind sieben bis acht Mehrfamilienhäuser mit jeweils acht bis zehn Wohnungen geplant.

„Es gibt noch mehrere mögliche Planvarianten“, sagt Franz-Josef Niesing. Welche Variante zum Zuge kommt, müsse mit der Stadt Stadtlohn geklärt werden. Ein Gespräch hat bereits am Montag stattgefunden, ein weiteres sei am 9. November mit dem dann neu im Amt befindlichen Bürgermeister Berthold Dittmann geplant.

Tiefgarage geplant

Der noch amtierende Bürgermeister Helmut Könning begrüßte im Grundsatz die Absicht, dort Wohnungen zu errichten. „Stadtlohn braucht ja Wohnungen. Doch der neue Rat wird darüber entscheiden müssen, wie das neue Wohnquartier aussehen soll und welche Dichte verträglich ist. Ich finde es sehr vernünftig, dass die Investoren eine Tiefgarage planen, sodass die Autos nicht den Parkdruck in den umliegenden Straßen erhöhen“, sagte Helmut Könning auf Anfrage unserer Redaktion.

Zwei- bis dreigeschossige Bauweise mit Staffelgeschoss

Und das sehen die Überlegungen der Investoren vor: Zur Brakstraße und zum Kalterweg hin sollen dreigeschossige Wohnhäuser mit Staffelgeschoss entstehen. In Richtung zu den Wohnhäusern und Gärten an der Engelstraße sollen es ein Geschoss weniger sein. „Die Ausführung sollte in rotem Klinker erfolgen, der für das Münsterland typisch ist. Und für eine entsprechende Begrünung wollen wir auch sorgen. Das ganze Ambiente soll ja stimmig sein“, so Franz-Josef Niesing.

Ein Teil der Wohnungen soll vermietet, ein anderer Teil verkauft werden. „Es gibt sogar schon Bewerber, die ganze Häuser kaufen wollen“, sagt Franz-Josef Niesing. Er betonte aber, dass die GN Immobiliengesellschaft einen Teil der Wohnungen im eigenen Bestand halten wolle. In Ahaus, Gronau, Ochtrup und weiteren Städten habe sein Unternehmen mit solchen Projekten gute Erfahrungen gemacht.

Auch öffentlich geförderte Wohnungen

Die Investoren wollen auch öffentlich geförderte Mietwohnungen errichten. Niesing: „Wir möchten nicht nur hochpreisige Wohnungen anbieten.“ Die Mischung müsse stimmen. Im Übrigen, so betonte Franz-Josef Niesing, könnten bis zu 70 Prozent der Haushalte im Münsterland einen Wohnberechtigungsschein bekommen.

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In den Gesprächen mit der Stadt Stadtlohn müssen auch Grundstücksgrenzfragen geklärt werden. Teile des privaten Grundstücks sind nach Niesings Angaben beim Bau der des Gehwegs und der Straße überplant worden.

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