Aus Ungarn an die Berkel

Stadtlohn Land und Leute kennen lernen - das erhoffen sich Anita Babb und Christina Mezci von ihrem Aufenthalt in Stadtlohn.

13.06.2008, 18:11 Uhr / Lesedauer: 1 min

<p>Matthias Ritter (links) und Martin Bienhüls freuen sich, auch in diesem Jahr wieder mit Anita Babb (2. v. r.) und Christina Mezci zwei ungarische Praktikantinnen in ihren Betrieben zu haben. Herbers</p>

<p>Matthias Ritter (links) und Martin Bienhüls freuen sich, auch in diesem Jahr wieder mit Anita Babb (2. v. r.) und Christina Mezci zwei ungarische Praktikantinnen in ihren Betrieben zu haben. Herbers</p>

Gelegenheit dazu bietet sich nicht nur bei Ausflügen in die Umgebung und Bummeln durch die Stadt, sondern auch bei der Arbeit. Denn die zwei Ungarinnen, die eine Ausbildung an der Hotelfachschule in Bèkèscsaba absolvieren, sind seit knapp einer Woche im Landgut-Hotel Ritter in Büren und im Residenz Hotel Loen als Praktikantinnen beschäftigt - genau wie zwölf weitere Schüler, die auf Gastronomiebetriebe und Hotels im gesamten Kreis Borken verteilt sind.

"Jedes Jahr im Sommer absolvieren Hotelfachschüler aus Ungarn ein dreimonatiges Praktikum bei uns", erklären Matthias Ritter und Martin Bienhüls. Seit neun Jahren beteiligen sich die Hoteliers an dem Partnerschaftsprojekt des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (DEHOGA) und der ungarischen Hotelfachschule. "Die Arbeit gefällt mir, die Mitarbeiter sind alle freundlich", beschreibt Anita ihre ersten Eindrücke. Auch die Töpferstadt hat sie bereits ausgiebig erkundet.

Deutsch gelernt

Seit fünf Jahren lernen sie und Christina Deutsch - die wichtigste Fremdsprache in Ungarn. Noch suchen die 19 Jahre alten Frauen manchmal nach den richtigen Worten. Doch das soll im Kontakt mit den Gästen bald anders werden.

Auch viel berufliche Praxis werden die beiden am Ende ihres Aufenthalts mit nach Hause nehmen: "Sie sind in den laufenden Betrieb integriert, durchlaufen alle Bereiche", so Ritter. Dies sei besonders wichtig, da die Ausbildung in Ungarn kaum Praxisanteile beinhalte, beschreibt Bienhüls.

Auch um Fahrt, Unterkunft, Verpflegung und Praktikantengehalt kümmern sich die Hoteliers. Doch sie profitieren auch. Ritter: "Die Aufgeschlossenheit, die positive Arbeitseinstellung - wir haben bisher nur positive Erfahrungen mit den Teilnehmern gemacht". kh

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