Einen Spielplatz gibt es schon in Büren. Aber der gehört zur Gaststätte Ritter und ist kein öffentlicher städtischer Spielplatz. © Markus Gehring
Neuer Spielplatz

Bürener Kinder sollen auch auf städtischem Spielplatz schaukeln können

In Büren gibt es viel Platz zum Spielen, aber keinen städtischen Kinderspielplatz. Das soll sich ändern. Die Stadt will 30.000 Euro bereitstellen. Dagegen gibt es auch Widerspruch.

Büren soll einen öffentlichen Spielplatz bekommen. Das hat jetzt der Umwelt- und Bauausschuss mit großer Mehrheit beschlossen. Es gab aber auch einen Einspruch aus der SPD wegen der beachtlichen Kosten. Schließlich gebe es ja in Büren schon den privaten Spielplatz der Gaststätte Ritter, so die SPD.

18 Bürener Kinder im Spielplatzalter

Die Idee für den neuen Spielplatz hatte die CDU in den Ausschuss getragen. „Es gibt über 40 Spielplätze in Stadtlohn, aber keinen in Büren“, so begründete Dr. Robert Krause den Antrag der CDU. Dabei gebe es in dem Ortsteil 18 Kinder im Spielplatzalter und weitere Kinder in den Bauerschaften rundherum.

Bürener Eltern, so erklärte Robert Krause, hätten sich an die CDU gewandt und den Wunsch nach einem Spielpatz vorgetragen. Robert Krause schlug für seine Fraktion vor, die Stadt solle außerplanmäßig 30.000 Euro in die Hand nehmen, um einen Spielplatz in Büren zu errichten. Einen Standortvorschlag hat die CDU auch schon gemacht: Eine städtische Fläche unmittelbar neben dem Fußballplatz, sei geeignet, da sie auch abseits der vielbefahrenen Ortsdurchfahrt ausreichend Sicherheit biete.

CDU-Antrag findet breite Zustimmung und eine Gegenstimme

Aus den Reihen der UWG, FDP und Grünen fand der CDU-Antrag ungeteilte Zustimmung. Otger Harks (SPD) äußerte aber starke Bedenken und lehnte den Antrag ab. „Ich weiß, dass sich das nicht gut anhört, gegen einen Spielplatz zu stimmen“, erklärte Harks. In diesem Fall aber fürchte er die hohen Kosten für einen Spielplatz, zu dem es schon eine Alternative gebe.

„Hier werden die Bürener Kinder ja nicht weggejagt“, sagt Otger Harks über den Spielplatz der Gaststätte Ritter in Büren. © Markus Gehring © Markus Gehring

„Es gibt doch schon den attraktiven Spielplatz der Gaststätte Ritter-Büren. Da werden die Bürener Kinder doch nicht weggejagt.“ Am von der CDU vorgeschlagenen Standort gebe es ja schon einen Sandkasten, der nach Otger Harks Beobachtungen „quasi unberührt“ sei. Außerdem wäre am Sportplatzstandort aus Sicherheitsgründen noch ein neuer Fangzaun notwendig. Hinzu kämen die Kosten für den Unterhalt des Spielplatzes.

„Genau gucken, wo unser Geld bleibt“

„Ich bezweifele, dass das alles sinnvoll ist. Wir müssen genau gucken, wofür wir unser Geld ausgeben“, resümierte Otger Harks. Er führt auch an, dass es in den privaten Gärten der Bürener ja schon zahlreiche Tramponline und Spielgeräte gebe.

Dafür erntete Harks Widerspruch. Auch anderswo in Stadtlohn gebe es schließlich Spielplätze trotz der Einfamilienhausstruktur, erklärte Hermann Lensker (CDU). Und Erwin Plate (UWG) betonte, es gehe ja nicht nur um Spielgeräte: „Öffentliche Spielplätze sind ja auch ein Raum, wo Gemeinschaft entsteht.“

Otger Harks‘ Vorschlag, die Stadt solle mit der Familie Ritter sprechen, ob man nicht ein gemeinschaftlichen Spielplatz anbieten und so Geld sparen könne, fand keine Unterstützung. Marianne Stübbe (CDU): „Wenn wir den öffentlichen und privaten Bereichen mischen, dann gibt es einen schwierigen Präzedenzfall.“ Dann könnten auch andere Gaststätten städtische Mittel für ihre Spielplätze einfordern.

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Stefan Grothues