Caritas stellt sich auf Ansturm auf Beratungsangebote für Schüler und Eltern ein

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Zum letzten Schultag liegen Freud und Leid nah beieinander. Während sich die einen auf die Ferien freuen, machen sich andere große Sorgen wegen schlechter Noten. Die Caritas will helfen.

Stadtlohn

, 11.07.2019, 18:24 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Immer zu den Zeugnistagen und vor den Ferien steigen die Beratungszahlen massiv an“, sagt Dieter Homann. Er ist Leiter der Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern bei der Caritas. Und die richtet sich immer zu den Schulzeugnissen besonders auf Anfragen ein.

Ein Angebot, das es so schon seit 1982 gibt. Seit die Beratungsstelle gegründet wurde. Auch wenn sich die Schullandschaft in dieser Zeit stetig und radikal verändert hat, eine Veränderung in der Resonanz auf die Beratung gab es kaum.

Beratung hat sich kontinuierlich weiterentwickelt

Zahlen nennt er auf Nachfrage nicht. Nur so viel: „Die Beratung hat sich kontinuierlich weiterentwickelt“, sagt er. Wenn Kinder schlechte Noten nach Hause bringen, hänge oft erst einmal der Haussegen schief. „Viele stehen auch einfach ratlos davor und wissen nicht, was sie tun sollen“, sagt er. Manche Schüler hätten sogar schon Versagensängste oder würden sich gar nicht erst trauen, ihren Eltern die Zeugnisse zu zeigen.

Caritas stellt sich auf Ansturm auf Beratungsangebote für Schüler und Eltern ein

Dieter Homann, Leiter der Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern bei der Caritas Ahaus-Vreden © Caritas Ahaus-Vreden

Die Berater der Caritas wollen in diesen Situationen dann Auswege zeigen. „Schlechte Noten oder auch ein Schuljahr wiederholen zu müssen, sind ja kein Weltuntergang“, sagt Dieter Homann.

Unterschiedliche Gründe für schlechte Noten

Allein schon die Tatsache, dass es ja ganz unterschiedliche Gründe für schlechte Noten geben mag: Gerade auch Mobbing oder Konflikte mit Lehrern können eine Rolle spielen. Denn: Einen immens gestiegenen Leistungsdruck mag Dieter Homann nicht als Grund für Beratungsgespräche nennen. „Das ist über die Jahre bei allen Änderungen im Schulsystem nicht unbedingt mehr geworden“, erklärt er. Was sich hingegen deutlich erhöht hat, sind die Beratungen wegen Mobbing oder Cyber-Mobbing, also Beleidigungen oder Bedrohungen im Internet, in sozialen Netzwerken oder Messenger-Diensten.

Doch zurück zu den schlechten Noten: Auch Eltern seien mit der Situation häufig überfordert, benötigen Beratung, denn schließlich gehe es um die schulische Zukunft ihrer Kinder, aber auch darum, dass es ihnen gut gehe.

Termine oder akute Angebote

In solchen Fällen steht die Caritas mit unterschiedlichen Angeboten bereit. „In der Regel arbeiten wir mit Terminen“, sagt Dieter Homann. Binnen 14 Tagen könnten Eltern und Kinder so eine Beratung vereinbaren. In den Gesprächen sollen dann gemeinsam Ursachen und Lösungen gefunden werden.

„Sollte es einen ganz akuten Fall geben, reagieren wir natürlich so schnell wie möglich oder auch noch am selben Tag“, sagt er. Diese Fälle seien aber eher die Ausnahme.

Anmeldung zur Beratung

  • Die Angebote der Caritas-Beratungsstelle sind kostenfrei. Alle Informationen werden vertraulich behandelt.
  • Termine für eine Beratung können telefonisch vereinbart werden. In Stadtlohn unter Tel. (02563) 1098 oder in Ahaus, Tel. (02561) 42910. Die Caritas informiert auch online über ihre Angebote.
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