Chlorgasaustritt im Krankenhaus Maria-Hilf

Alarmübung der Feuerwehr

Mit großem Besteck ist die Stadtlohner Feuerwehr am Dienstagabend zum Krankenhaus Maria Hilf an der Vredener Straße ausgerückt. In der Bäderabteilung hat ein Kurzschluss einen Brand ausgelöst, dabei wurde auch Chlorgas freigesetzt - so das Szenario der Alarmübung. Ebenfalls wurde das DRK Stadtlohn und der Krisenstab des Krankenhauses alarmiert. Nur die Führungskräfte waren in die Übung eingeweiht.

STADTLOHN

, 04.11.2015 / Lesedauer: 2 min
Chlorgasaustritt im Krankenhaus Maria-Hilf

Die Freiwillige Feuerwehr Stadtlohn führte eine Übung am Krankenhaus Maria Hilf durch.

Sirenenalarm am Dienstagabend: Vollalarm für Feuerwehr und Rotes Kreuz. Im Stadtlohner Krankenhaus ist in der Bäderabteilung ein Feuer ausgebrochen, dabei wurde auch ein Chlorfass beschädigt, gefährliche Dämpfe treten aus. Zehn Personen werden vermisst. 

Martin Funke, Sicherheitsbeauftragter des Krankenhauses Maria Hilf, hatte die Übung zusammen mit der Feuerwehrführung ausgearbeitet. "Ein solcher Einsatz im Krankenhaus ist für uns immer eine große Herausforderung", beschrieb Feuerwehrchef Günter Wewers die Situation. "Bei einem Alarm im Krankenhaus gehen wir immer auch von Menschen in Gefahr aus und alarmieren direkt das DRK mit", so Wewers. 

70 Einsatzkräfte vor Ort

Über 70 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rotem Kreuz rückten aus und gingen zunächst von einem Ernstfall aus. Auch der Krisenstab des Krankenhauses wurde alarmiert und zum Krankenhaus beordert. 

Ausgerüstet mit Chemikalienschutzanzügen rückten die Feuerwehrleute schließlich in das Kellergeschoss vor, um den Brand zu bekämpfen und Menschen zu retten. Das DRK hatte derweil eine Patientenablage im Bereich des Physiozentrums aufgebaut, von dort aus wurden die "Patienten"  ans Krankenhauspersonal übergeben. Zehn Mimen mussten gerettet und betreut werden, so Wewers.

Informationsfluss verbessern

Bei der anschließenden Manöverkritik im Krankenhaus stellten Übungsleiter Bernd Willemsen, Stephan Wellers und Tobias Switkowsky fest, dass die Alarmierung und das Vorgehen in den einzelnen Abschnitten sehr gut funktioniert hat. "Woran wir noch arbeiten müssen, ist der Informationsfluss zwischen den Organisationen", sagte Wewers. "Aber daran werden wir arbeiten, dazu sind Übungen schließlich da."

Während der Übung war die Vredener Straße zwischen Schanzring und Mühlenweg gesperrt.

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