Corona lässt Einnahmen der Stadt um fast vier Millionen Euro schrumpfen

Coronavirus

Die Coronakrise wird Spuren im Haushalt der Stadt Stadtlohn hinterlassen. Knapp vier Millionen Euro könnten am Jahresende auf der Einnahmenseite fehlen. Es drohen Einbrüche bei der Gewerbesteuer.

Stadtlohn

, 27.06.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Gewerbegebiet am Schützenweg in Stadtlohn: Die Coronakrise könnte zu Mindereinnahmen im städtischen Haushalt in Höhe von 3,8 Millioen Euro führen.

Das Gewerbegebiet am Schützenweg in Stadtlohn: Die Coronakrise könnte zu Mindereinnahmen im städtischen Haushalt in Höhe von 3,8 Millionen Euro führen. © Bernd Schlusemann

Schlechte und gute Nachrichten hielt Kämmerer Matthias Wesker in der jüngsten Ratsitzung für die Politiker bereit. Die schlechte Nachricht: Die Coronakrise wird auch den Stadtlohner Haushalt treffen. Nach neuesten Steuerschätzungen könnten am Ende des Jahres 3,8 Millionen Euro Einnahmen aus der Gewerbesteuer fehlen. Das wäre ein Steuerrückgang um 15 Prozent.

Vor der Krise hohe Rücklage gebildet

Die gute Nachricht: Nach etlichen Jahren der Hochkonjunktur hat Stadtlohn ein dickes finanzielles Polster anlegen können. Das hilft, jetzt einigermaßen durch die Krise zu kommen. Haushaltsüberschüsse haben zuletzt die Ausgleichsrücklage von 8,5 auf 13,4 Millionen Euro anwachsen lassen.

Selbst wenn es zum befürchteten, aber noch nicht sicheren Steuereinbruch käme, könnte die Lücke mit Hilfe der Ausgleichsrücklage geschlossen werden. Danach verbliebe in der Rücklage immer noch der stattliche Betrag von 9,6 Millionen Euro.

Das sei auch wichtig, so Kämmerer Matthias Wesker. Denn eines ist für ihn jetzt schon sicher. Auch 2021 werden die städtischen Einnahmen geringer ausfallen als in Vor-Corona-Zeiten. Wesker: „Wir müssen auch im nächsten Jahr mit Corona-Nachwirkungen rechnen. Zum Beispiel werden die Gewinnausschüttungen der SVS geringer sein, weil die Bäderverluste in diesem Jahr höher ausfallen und mit den Gewinnen verrechnet werden.“

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