Neues Abstrichzentrum für Coronapatienten beim DRK in Stadtlohn

Coronavirus

Vor dem DRK-Gebäude an der Gutenbergstraße in Stadtlohn wurde ein Abstrichzentrum für Coronapatienten eingerichtet. Die Tests erfolgend dort komplett kontaktlos.

Stadtlohn

15.04.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Moustapha Abou-Alfe hat schon viele Einsatzstunden im Abstrichzentrum an der Gutenbergstraße in Stadtlohn geleistet.

Moustapha Abou-Alfe hat schon viele Einsatzstunden im Abstrichzentrum an der Gutenbergstraße in Stadtlohn geleistet. © DRK

Das Rote Kreuz im Kreis Borken und seine zahlreichen ehrenamtlichen Helfer sind in diesen Tagen in Sachen Coronavirus-Pandemie im Einsatz, so beim Behandlungszentrum der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) im Dorf Münsterland in Legden. Beim DRK-Ortsverein Stadtlohn an der Gutenbergstraße wurde ein Abstrichzentrum eingerichtet.

Viele DRK-Helfer sind in Stadtlohn aktiv.

Viele DRK-Helfer sind in Stadtlohn aktiv.

Beim DRK-Ortsverein Stadtlohn ist Rotkreuzhelfer Moustapha Abou-Alfe im Einsatz – mit vielen anderen Freiwilligen des Ortsvereins, die sich schon über Wochen engagieren. Für das Kreisgesundheitsamt und die Kassenärztliche Vereinigung ist eine Abstrichstelle vor dem Gebäude an der Gutenbergstraße eingerichtet worden; abgeschirmt mit Planen.

Test beim DRK Stadtlohn sind komplett kontaktlos

Arztpraxen sollen entlastet und bestenfalls nicht betreten werden. Kontaktvermeidung ist das Gebot der Stunde: Der Patient hält entweder eine Überweisung des Arztes an die Fensterscheibe zum Büro von Moustapha Abou-Alfe oder seinen Ausweis, wenn er vom Gesundheitsamt geschickt worden ist. Sodann reicht der Rotkreuz-Mitarbeiter einen Virustest durchs Fenster, und der Patient nimmt selbst einen Abstrich aus dem Rachenraum.

Moustapha Abou-Alfe nimmt Tests am Fenster entgegen.

Moustapha Abou-Alfe nimmt Tests am Fenster entgegen.

„Für den Ortsverein ist das Ganze schon eine Hausnummer“, sagt Vorstandsmitglied Juliane Rehkamp, „weil wir in der ersten Woche auch noch Hausbesuche gemacht haben.“ Wer meinte, gefährdet zu sein, machte den Test in seiner Wohnung, der DRK-Mitarbeiter blieb vor der Tür stehen. Die gesammelten Tests wurden zudem von Rotkreuzhelfern zu Labors nach Schüttorf oder anfangs ins zwei Autostunden entfernte Bad Oeynhausen gebracht.

Kreisrotkreuzleiter Björn Theyssen sieht die Hilfsorganisation auch in dieser schweren Zeit der Coronavirus-Pandemie „gut aufgestellt. Man sieht, dass unsere Strukturen greifen mit unseren ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitern.“

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