Drei neue Musiklehrer sorgen für frischen Wind

Musikschule Stadtlohn

Wenn Anna Stasevitch ihr Instrument durch die Stadt trägt, dann summt oder singt immer ein Passant den Udo-Lindenberg-Hit "Cello". - Pop und Klassik leben eben längst nicht mehr in verschiedenen Welten. Auch in der Musikschule Stadtlohn an der Josefstraße klingen immer öfter E-Gitarren und Schlagzeug, Hip-Hop, Rock und House.

STADTLOHN

, 04.04.2017, 17:49 Uhr / Lesedauer: 2 min

Jetzt verstärken drei neue junge Kräfte das 20-köpfige Musiklehrerteam: Anna Stasevitch (Violoncello), Mirjam von Eigen (Rock- und Popgesang) sowie Stefan Vörding (Trompete). Musikschulleiter Rolf Wähning freut sich. "Wir stärken die klassische Sparte und sind gleichzeitig in den Bereichen Pop und Rock besser vertreten."

Anna Stasevitch will die Cello-Klasse neu beleben. Und auch wenn sie Brahms liebt, so hat sie keine Berührungsängste mit dem Pop. "Man muss die Musik mögen, die man lernen will. Bei mir dürfen die Schüler mitentscheiden, welche Stücke wir üben."

Ständig auf der Bühne

Mirjam von Eigens Herz schlägt ganz und gar für Pop und Soul. Sie selbst steht ständig auf der Bühne, vor allem in Holland. Tourneen führten sie aber auch schon nach Curaçao, Shanghai und Südkorea. Sie ist davon überzeugt: "Wer selbst auf der Bühne steht, der kann den Musikschülern auch mehr beibringen und ihnen zeigen, was es heißt, ein Künstler zu sein."

Das sieht auch Stefan Vörding so, der als junger Trompeter frischen Wind in die Musikschule bringt. Als Nachfolger von Gert van Huizen, der neuer Musikschulleiter in Gronau geworden ist, übernimmt Stefan Vörding neben dem Blechblasunterricht auch die Ensembleleitung beim Jekitsorchester und bei der Bigband. Und er weiß auch für die Klassik zu begeistern, wenn er erzählt: "Das ist schon cool, wenn wir Bläser bei Lohengrin dem ganzen Orchester ,die Haare föhnen'. Das macht richtig Spaß."

Alltägliche Musik

Bereits seit vergangenem Herbst unterrichtet Samir Aouad Hip-Hop, Akrobatik und House Dance an der Musikschule. Noch lernen über die Hälfte der Schüler vor allem klassische Musik, sagt Musikschulleiter Rolf Wähning. "Aber es führt kein Weg daran vorbei. Wir müssen den Schülern die Musik liefern, die sie alltäglich umgibt", so Wähning weiter.

Rund 650 Musikschüler (inklusive Jekits-Programm an Grundschulen) unterrichtet die Musikschule. Die beliebtesten Instrumente sind Gitarre, Blockflöte, Schlagzeug, Trompete und Klavier. Gelehrt werden auch: E-Gitarre, E-Bass, klassischer Gesang, Pop-, Rock- Jazz-Gesang, Keyboard, Klarinette, Querflöte, Saxofon, Violine und Violoncello. Darüber hinaus gibt es mehrere Tanz-Ensembles von Ballett bis zu Hip-Hop. Die Stadt fördert die Musikschule jährlich mit rund 250.000 Euro.

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