DRK kam mit 609 Blutspendern an die Grenze in der Corona-Krise

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609 Blutspender sind für Stadtlohn eigentlich nichts Besonderes. Doch mitten in der Corona-Krise ist das Deutsche Rote Kreuz stolz auf diesen Wert. Mehr wäre gar nicht möglich gewesen.

Stadtlohn

, 30.03.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

338 Menschen haben am Freitag, 27. März, in Stadtlohn Blut gespendet. Darunter waren sogar 20 Spender, die zum ersten Mal zu einer Blutspende gegangen sind. Noch einmal 271 Spender waren es am Sonntag, dem zweiten Blutspendetermin kurz danach.

Was erst einmal nach viel klingt, ist für Stadtlohn ein ganz normaler Wert. „Die Zahlen liegen im Durchschnitt“, sagt Juliane Rehkamp vom DRK-Ortsverein. In dieser besonderen Situation ist sie aber schon ein bisschen stolz auf diesen Durchschnitt.

Mehr Spender wären gar nicht möglich gewesen

„Wir konnten die Zahlen trotz des Coronavirus‘ erreichen“, sagt sie. Und mehr noch: Mehr Spenden wären durch den größeren Abstand zwischen den Spendern und die besonderen Vorsichtsmaßnahmen gar nicht möglich gewesen. „Wir mussten am Sonntag sogar einige Spender wieder nach Hause schicken, weil wir absehen konnten, dass wir ihre Spende in der vorgegebenen Zeit überhaupt nicht organisieren konnten“, erklärt sie.

Mieses Wetter am Sonntag kann Spendenbereitschaft nicht schmälern

Lockte am Freitag außerdem noch die Sonne nach draußen, war es am Sonntag deutlich ungemütlicher: Trotz Kälte, Schauern und Wind hielten die Spender aus. „Wir haben extra den Wartebereich noch einmal verlegt, damit die Spender halbwegs geschützt warten konnten“, so Juliane Rehkamp. Sie selbst habe sich am Sonntag in die Schlange der Spender gestellt. „Und ich kann sagen, dass es wirklich sehr kalt war“, sagt sie mit einem Lachen in der Stimme.

Vor diesen Vorzeichen sei es umso schöner, dass so viele Spender in die St.-Anna-Realschule gekommen sind. „Eine Super-Leistung“, lobt sie. Wie berichtet, war die Stimmung bei der Blutspende in der St.-Anna-Realschule am Freitag fast schon gelöst: Die Freiwilligen stellten sich wie selbstverständlich in der langen Schlange vor der Tür der Schule an und warteten darauf, vorgelassen zu werden.

Deutlich höhere Sicherheitsvorkehrungen bei der Blutspende

Wegen der Corona-Krise hatte das Deutsche Rote Kreuz die Spendenliegen deutlich weiter als üblich auseinander aufgestellt. Auch den Empfangs- und Wartebereich konnten Spender erst betreten, nachdem bei ihnen Fieber gemessen wurde.

Für die Spender stand es aber trotz der aktuellen Situation überhaupt nicht zur Diskussion, nicht zur Spende zu gehen. Sorgen machten sie sich wegen einer möglichen Ansteckung nicht.

Beim nächsten Termin liegt die Krise hoffentlich schon zurück

Der nächste Blutspendetermin in Stadtlohn ist für den 19. und 21. Juni geplant. „Vielleicht haben wir bis dahin ja die ganze Coronavirus-Sache schon hinter uns gelassen“, hofft Juliane Rehkamp. Dann könnte die Blutspende in Stadtlohn ganz normal über die Bühne gehen. Aber bis dahin ist der Weg noch lang.

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