Edelstahlkleid fürs Stadtlohner Schwimmbecken

Freibad wird saniert

Die Kachelzeit im Freibad ist bald vorbei. Das Schwimmbecken soll ein Edelstahlkleid erhalten. Am Dienstagabend hat der Planungs- und Bauausschuss nach jahrelangen Vorüberlegungen die Weichen für die Sanierung gestellt. Vorfreude darf bei den Fans von Sprungbrettern aufkommen.

STADTLOHN

, 25.10.2016, 21:12 Uhr / Lesedauer: 2 min

Rund 1,7 Millionen Euro kostet die Baumaßnahme zur Sanierung des Schwimmbeckens, über die in Stadtlohn schon seit vielen Jahren diskutiert wurde – unter anderem in einer eigens dafür geschaffenen Bäderkommission. Edelstahl gilt nicht nur als schön und pflegeleicht, sondern langfristig wegen niedriger Unterhaltungskosten und hoher Haltbarkeitsdauer auch als wirtschaftlich vorteilhafte Variante, erläuterte Bad-Planer Eshref Bajrami vom Hamburger Büro Geising + Böker am Dienstagabend in der Sitzung.

Fertigstellung 2018

Eine Saison lang aber werden die Schwimmer noch das leuchtende Fliesenblau vor Augen haben. Die Baumaßnahme soll im Herbst 2017 beginnen und möglichst zur Eröffnung der Freibadsaison 2018 beendet sein. „Das müssten wir schaffen – es sei denn von November bis Fe-bruar liegt Schnee“, erklärte Thomas Spieß, Geschäftsführer der SV-Bäder GmbH. Die SVS-Tochtergesellschaft hat den Betrieb des Frei- und Hallenbades 2016 von der Stadt Stadtlohn übernommen.

Fünf-Meter-Sprünge

Im Sommer 2018 – so die gute Nachricht vor allem für Kinder und Jugendliche – beginnt auch wieder die Zeit der großen Sprünge vom Dreimeterbrett. Das Sprungbrett war zu Beginn der diesjährigen Saison gesperrt worden, weil nach DIN-Norm 30 Zentimeter Wassertiefe fehlten. Das ist nach der Sanierung kein Thema mehr. Es wird nicht nur ein Ein- und ein Dreimetersprungbrett geben, sondern zusätzlich auch eine fünf Meter hohe Springplattform. Den Schwimmern stehen ab 2018 vier 50-Meter-Bahnen und vier 25-Meter-Bahnen zur Verfügung. Das ist ein guter Kompromiss, sagte Fachbereichsleiter Mathias Pennekamp.

Unterschiedliche Wünsche

DLRG sowie die Schwimmer und Triathleten des SuS hatten in der Frage der Bahnlänge unterschiedliche Wünsche geäußert. Pennekamp: „Der Vorschlag ist jetzt mit dem Stadtsportverband abgestimmt.“ Eine „Halbinsel“ trennt künftig die 25-Meter-Bahnen vom 1,35 Meter tiefen Nichtschwimmerbereich. CDU, UWG, SPD und Grüne stimmten am Dienstagabend geschlossen für die Pläne.  Aus der FDP gab es offenbar wegen Zweifel an der Kostenschätzung eine Gegenstimme und eine Enthaltung. Nach dem Votum des Bauausschusses muss der Werksausschuss der SV-Bäder GmbH nun noch die endgültige Entscheidung für die Edelstahl-Sanierung fällen. Und wer bezahlt die 1,7 Millionen Euro? Thomas Spieß: „Zunächst die SV-Bäder GmbH.“ Letztlich aber, so der Geschäftsführer, werde die Stadt als Verpächter die Kosten tragen. 

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