Ein Bus voller Technik

Station an Losbergschule

Wo sonst in der großen Pause Fußball gespielt wird, wartete am Montag ein großer Bus den Platz an der Losbergsschule – allerdings nicht auf Passagiere, sondern auf wissenshungrige Schüler: Das Infomobil der Metall- und Elektoindustrie informierte Acht- und Neuntklässler über Ausbildungsmöglichkeiten in der Branche.

STADTLOHN

von von Kai Lübbers

, 28.05.2013, 15:48 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Auszubildende der Firma Kemper Benedikt Berghaus (r.) und die Schüler Jannik Mester, Rene Gasthaus und Moritz Stähle vor dem Infomobil der Metall- und Elektroindustrie.

Der Auszubildende der Firma Kemper Benedikt Berghaus (r.) und die Schüler Jannik Mester, Rene Gasthaus und Moritz Stähle vor dem Infomobil der Metall- und Elektroindustrie.

Schüler Rene Gasthaus ist begeistert von dem Hightechbus. „Hier bekommen wir auch praktische Erfahrungen an modernen Maschinen vermittelt.“ Er besucht die Klasse 9b und möchte eine Ausbildung als Konstruktionsmechaniker absolvieren. Insgesamt 90 Minuten verbrachten seine Klassenkameraden und er in dem Bus. Die Betreuer Ingo Hinrichsen und Reiner Stieglitz erläuterten den Schülern zunächst in einer Einführung, welche Kenntnisse und Fähigkeiten für eine Ausbildung in der Metall- und Elektroindustrie erwartet werden. „Gerade die Fächer Mathe und Englisch sind wichtig“, gaben die beiden Mitglieder des Beratungsteams den Schülern mit auf den Weg. Danach folgte die Praxis: Die Schüler berechneten zunächst das Volumen eines Würfels, fertigten eine technische Zeichnung an und programmierten anschließend eigenhändig die CNC-Maschine. Diese fräste in einen Metallwürfel die Zahl sechs.

„Die Schüler sehen anhand dieses Beispiels, dass Technik auch sehr spannend sein kann. Die sogenannten Mint-Berufe, also Berufe aus dem Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik, sind noch nicht genug im Fokus junger Frauen. Auch das wollen wir mit dem Infomobil ändern“, erklärt Jürgen Paschold vom Unternehmerverband. Insgesamt fahren neun solcher Busse und ein Truck quer durch Deutschland und bringen Interessierten Technik in vielfältiger Form näher – durch praktisches Begreifen ebenso wie durch multimediale Eindrücke und Informationen.

Passende Ergänzung: Neben dem Infomobil war auch die Maschinenfabrik Kemper in Stadtlohn durch Ausbildungsleiter Ulf Räwer und zwei Auszubildende vertreten. „Im August fängt bei uns die erste weibliche Auszubildende zur Industriemechanikerin an. Wir hoffen natürlich, dass weitere folgen“, hofft Räwer, dass die „Domäne der Männer in diesem Beruf bald fällt“. Die Firma Kemper kooperiert im Rahmen des Projekts „Partnerschaft Schule – Betrieb“ mit der Losbergschule. Positives Fazit: „Der Besuch der Firma und des Infomobiles ist eine Bereicherung für uns“, zeigte sich Berufswahlkoordinator Achim Bardelmeier mit dem Informationstag sehr zufrieden.

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