Einkaufserlebnis mit Leuchtturmfunktion

Erweiterungspläne Demes

Durchweg positiv bewertet der Bauausschuss die am Dienstagabend vorgestellten Pläne des Modehauses Demes, die Geschäftsfläche an der Stegerstraße von 2000 auf rund 3000 Quadratmeter zu erweitern. Allerdings: Über die Parkplatzsituation in dem Bereich der Innenstadt ist das letzte Wort noch nicht gesprochen.

STADTLOHN

, 20.05.2015, 18:35 Uhr / Lesedauer: 2 min

Online-Handel, benachbarte Oberzentren und beispielsweise das Factory-Outlet-Center in Ochtrup würden Kaufkraft aus der Stadt abziehen, schilderte Christoph Demes den Mitgliedern des Bauausschusses die Beweggründe des Familienunternehmens, in den Standort Stadtlohn zu investieren. „Der Markt hat sich in den letzten zehn bis 20 Jahren verändert, dem müssen wir uns stellen, sonst werden wir irgendwann verschwinden“, so Demes.

„Wir müssen ein Einkaufserlebnis haben hier in Stadtlohn“, sieht Demes dadurch Chancen, sich den neuen Herausforderungen zu stellen. Demes selber sieht seine Erweiterungspläne mit einer „Leuchtturmfunktion“ für die gesamte Stadtlohner Innenstadt und geht davon aus, dadurch noch mehr Kunden ins Zentrum der Stadt zu holen.

Hoffnung auf grünes Licht

Das Unternehmen will seine Verkaufsfläche in der Stadtlohner Innenstadt von 2000 auf 3000 Quadratmeter erweitern und hofft, dafür noch in diesem Jahr grünes Licht von den politischen Gremien der Stadt zu bekommen. Konkret wurden in der Bauausschusssitzung Pläne vorgestellt, die eine Bebauung entlang der Stegerstraße von der Bäckerei Zumbusch bis an den DM-Drogeriemarkt beinhalten.

Zwischen dem Demes-Neubau und dem DM soll eine 6,50 Meter breite Durchfahrt erhalten bleiben, die im Einrichtungsverkehr die Zu- oder Abfahrt in den Bereich der hinter den Gebäuden liegenden Parkplätze ermöglicht. Gleichzeitig sollen die etwa 40 vorhandenen Parkplätze auf rund 80 erweitert werden. Die Pläne von Demes beinhalten auch den Abriss von städtischen Gebäuden an der Hagenstraße, die für diese Pläne weichen sollen.

Ökonomische Grenzen

Auch Parkdecks waren zunächst angedacht, doch sei man bei der Planung dafür an „ökonomische Grenzen“ gestoßen, erklärte Meinhard Neuhaus. Der Architekt stellte die Planung des Modehauses Demes näher vor. Die Politik ist gleich in mehrfacher Hinsicht gefordert. So stellte Neuhaus die Fassadenstruktur mit quadratischen Schaufenstern für das zweigeschossige neue Modehaus vor, das im Dachgeschoss außerdem Platz für Verwaltungsräume erhalten soll.

Die Fassadenarchitektur entlang der Stegerstraße zeigt deutliche Parallelen zum heutigen Modehaus auf der gegenüberliegenden Seite der Straße und soll auch im Bereich der Durchfahrt am Drogeriemarkt übernommen werden.

Interesse signalisiert

Der Eigentümer des Marktes habe „grundsätzliches Interesse an der Entwicklung“ des Bereiches signalisiert, ergänzte Neuhaus, dass die Investoren mit dem Nachbarn im Gespräch sind. Seine Fraktion könne sich den vorgestellten Plänen „gut anschließen“, meinte Winfried Hamann für die CDU und war mit seiner Aussage im Einklang mit den übrigen Ausschussmitgliedern.

Wunsch der Christdemokraten sei es aber, bei der Stellplatzfrage „über zwei Etagen zu sprechen“. Franz-Josef Demes (SPD) war es wichtig, über die Anbindung der Parkplätze hinter dem Modehaus zu sprechen. „Der Verkehr darf nicht von den Parkplätzen durch die Hagenstraße“, betonte Demes. Hier hakte auch Bernd Schöning (FDP) ein, der anregte, den Verkehr direkt auf die Klosterstraße zu führen.

 

Offen sprach er dafür den Abriss eines weiteren städtischen Hauses an der Hagenstraße an. Am Ende gab der Ausschuss seine Zustimmung dazu, dass der Investor seine Planung verfeinert, auch unter Einbeziehung der städtischen Immobilien an der Hagenstraße.

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