Erst den Verkehr zählen

stadtlohn "Masterplan - das hört sich ganz groß an. Aber es heißt, die vielen guten Vorschläge, die gekommen sind, zusammenzufassen", mit dieser Definition leitete Bürgermeister Helmut Könning im Bauausschuss die Diskussion über die 22 Punkte umfassende Liste ein.

13.11.2007 / Lesedauer: 2 min

"Wir wollen das diskutieren, damit die Verwaltung sieht, wie die Stimmungslage so ist." Nicht alles sei sofort machbar oder finanzierbar, dämpfte der Bürgermeister vielleicht die eine oder andere zu hohe Erwartung im Ausschussrund und auf den dicht gefüllten Zuhörerplätzen. Als eine Maßnahme, "die sich im Haushalt wiederfinden könnte", bezeichnete Bauamtsleiter Wolfram Höltken in der zweistündigen Diskussion beispielsweise das Ansinnen, die bestehenden Parkflächen am Friedhof zu erweitern und eine Gedenkstelle zu gestalten.

Mit Pietät 'rangehen

"Da müssen wir mit der notwendigen Pietät 'rangehen. Der alte Friedhof soll in seiner Funktion hervorgehoben und würdiger gestaltet werden", erläuterte Helmut Könnig. Das sei auch möglich, "wenn da ein paar mehr Autos stehen". Bei Gesprächen mit Heimatvereinsvertretern habe dieser dem städtischen Vorhaben zugestimmt, ein Gestaltungskonzept zu erarbeiten.

Bei vielen weiteren Punkten konnte die Diskussion weniger konkret sein: Ein Parkdeck auf dem städtischen Grundstück im Bereich Alte Poststraße/Neustraße zum Beispiel könnte viel Parkraum schaffen - aber was würde ein solches Hoch- oder Tief-Bauwerk kosten?

Weitere Ansätze können erst weiter verfolgt werden, wenn Verkehrszählungen durchgeführt worden sind, auch müssen die Auswirkungen einzelner Maßnahmen auf die anderen durchdacht werden. Eine Sperre in Höhe des Rathauses zur Verhinderung der Durchfahrt von der Stegerstraße in Richtung Marktplatz zum Beispiel oder eine Einbahnstraßenregelung ab Rathaus und eine Sperre in Höhe der Mühlenstraße/Dufkampstraße.

Basis schaffen

"Die Verkehrszählungen laufen in Kürze an", teilte Bauamtsleiter Wolfram Höltken jetzt auf Anfrage der Münsterland Zeitung mit. Die Ergebnisse müssten zunächst bewertet werden. "Dann werden wir versuchen, einen Zeitplan zu erstellen, und daraus ergibt sich dann die Prioritätenliste", sprach Höltken eine Anregung aus dem Bauausschuss an. ewa

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