Der Radwegebau (Symbolbild) von Stadtlohn nach Gescher und von Stadtlohn nach Ahaus hat noch keine Fahrt aufgenommen. Das könnte sich in Wendfeld jetzt ändern. © picture alliance / Arne Dedert/dpa
Kommentar

Fahrradfahrer brauchen mit Sicherheit mehr Tempo

Radwegeprojekte brauchen viele Jahre bis zur Umsetzung. Da ist mehr Tempo nötig, findet unser Autor. Hengeler könnte ein leuchtendes Beispiel werden, weil die Anwohner Dampf machen.

Fahrradfahren ist nur mit Sicherheit schön. Auf dem Mehrzweckstreifen der L572 in Wendfeld aber ist es purer Stress und gefährlich. Wenn die Autos, schlimmstenfalls Lkw, mit Tempo 100 vorbeirauschen, sitzt jedem Radfahrer die Angst im Nacken. Nur zu verständlich, dass die Wendfelder Eltern sich für einen abgetrennten Radweg stark machen.

Vernünftige und sichere Radwege sind darüber hinaus ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz. Attraktive Radwege bringen mehr Menschen dazu, vom Auto aufs Fahrrad umzusteigen. Darum ist mehr Tempo beim Radwegebau notwendig. Es geht schließlich nicht um Freizeitspaß, sondern um ein Verkehrsmittel, dem im Nahverkehr die Zukunft gehören sollte.

Der Radweg von Stadtlohn nach Gescher ist schon seit Jahren beschlossene Sache. Aber es passiert nicht viel. Weil die Fördermittel fehlen. Und weil die Grundstücksverhandlungen noch nicht richtig in Gang gekommen sind. Droht dem Radwegeprojekt in Hengeler das gleiche Schicksal?

Wohl kaum, weil die Hengeleraner das Heft des Handelns selbst in der Hand genommen haben. Sie klopfen selbst die Verkaufsbereitschaft in ihrer Nachbarschaft ab. Und wenn jetzt noch die Grundstücksbesitzer mitspielen, dann muss die Stadt beweisen, wieviel Tempo sie fürs Fahrrad machen kann.

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Redaktion Ahaus
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Stefan Grothues

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