Feuerwehr "löscht" Firma

25.07.2007, 20:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Stadtlohn "Da sind noch welche drin!" Jetzt kommt es für die Stadtlohner Feuerwehr auf jede Sekunde an: Sie muss in das lichterloh brennende Firmengebäude vordringen, um Menschenleben zu retten. Ein spannendes Szenario, das da am vergangenen Freitagabend auf die Stadtlohner Blauröcke bei ihrer großen Übung wartete: In voller Stärke rückten die 52 Einsatzkräfte aus, um den angenommenen Großbrand im Gutenberghaus an der Boschstraße zu löschen.

"Für uns war es wichtig, zu erkennen, wie weit wir mit unseren eigenen Mitteln in der Lage sind, eine solche Situation im Ernstfall in den Griff zu bekommen, denn die Gebäudekomplexe werden immer größer", berichtet Wehrführer Günter Wewers. Eine echte Herausforderung: Über 6000 Quadratmeter Dachfläche, die vom Feuer bedroht sind, dazu ein Flüssigkeitslager in der Mitte des betroffenen Areals - dort lagen geduldige Statisten als "Opfer", die durch das Einatmen von giftigen Dämpfen bewusstlos geworden waren - und ein direkt angrenzendes Nachbargebäude, das ebenfalls zum Raub der Flammen zu werden drohte.

"Wir sind davon ausgegangen, dass die Dachhaut bereits durchbrannte", berichtet Wewers weiter. Der erste Zugriff an der Brandstelle galt den vermeintlichen Opfern. Daneben bemühten sich die Feuerwehrleute auch darum, das geschehen "von oben" in den Griff zu bekommen. "Dazu haben wir unsere zusammen steckbare Leiter benutzt. Damit war aber in der Situation praktisch nichts zu erreichen", so Wewers. Die logische Konsequenz: Die Stadtlohner Wehr forderte bei ihren Nachbarn in Ahaus und Vreden die Drehleitern ein. Diese rollten kurze Zeit später vor. Und mit ihnen sei es schließlich möglich gewesen, die Dachfläche von oben mit Löschwasser abzudecken. So gelang es der Wehr, den Brand einzudämmen und ein Übergreifen zu verhindern.

Während die Zuschauer noch die Einsatztechnik beobachteten, schloss sich die Manöverkritik an. "Die Löschwasserversorgung klappte ausgezeichnet. Da liegen starke Leitungen", so Wewers. Und belegt worden sei einmal mehr die Effektivität der Drehleitern. to

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