Freibad für den großen Ansturm gerüstet

Höchsttemperaturen am Mittwoch

Noch ist es relativ ruhig im Stadtlohner Freibad. Ein paar Kleinkinder planschen im seichten Wasser, die Größeren springen vergnügt vom Einmeterbrett. Seit Montag ist der Sommer zurück - der große Ansturm blieb allerdings aus. "Die Stadtlohner brauchen da ein bisschen", sagt Schwimmmeisterin Anja Segbers aus langjähriger Erfahrung.

Stadtlohn

, 19.07.2016, 18:17 Uhr / Lesedauer: 2 min
Buntes Treiben und Rutschen im Freibad.

Buntes Treiben und Rutschen im Freibad.

Da passt es ja gut, dass am heutigen Tag Höchsttemperaturen angesagt wurden. Bislang lief die diesjährige Freibadsaison nämlich nicht sehr gut. Das schlechte Wetter machte dem Freibadbetreibern einen Strich durch die Rechnung. Die meisten Besucher registrierte Schwimmmeisterin Anja Segbers im Juni - einen Tag vor dem Hochwasser in Stadtlohn. "Da kamen rund 900 Leute in unser Freibad", sagt sie und hofft, dass auch heute annähernd so viele unter freiem Himmel schwimmen gehen wollen.

Wasser hat 25 Grad

Günther Wehning vom Fachbereich Schule, Kultur und Sport merkt einen guten Grund an, auch bei schlechtem Wetter an die Uferstraße zu kommen. "Das Wasser hat bei uns 25 Grad. Das hält man auch bei niedrigeren Außentemperaturen gut aus. Kalt wird es nur von den Umkleiden bis ins Becken", sagt er und schmunzelt.

Morgendliche Bahnen

Zum Glück gibt es so einige Stammgäste im Stadtlohner Freibad, die in dieser Hinsicht hart im Nehmen sind. Viele Berufstätige stünden um 6 Uhr auf der Matte und zögen ihre morgendlichen Bahnen, so die Schwimmmeisterin. Begeistert erzählt sie: "Wenn das Wasser morgens so schön dampft, dann strahlen mich die Gäste an, als hätte ich denen 100 Euro geschenkt."

Falls die Becken und Wiesen heute voll werden mit Sonnenanbetern und Schwimmern mit Taucherbrille und Luftreifen, ist Anja Segbers mit ihren Kollegen bestens gerüstet. Eine Schwimmmeisterin oder ein Schwimmmeister ist immer im Dienst, schließlich sind sie vor allem für die Beckenaufsicht zuständig. Falls es großen Besucherandrang gibt, können sie bis zu drei weitere Helfer in den Dienst rufen. Unterstützend steht auch der Auszubildende Hannes Rotthues zur Seite. Mit scharfen Augen begutachtet der 17-Jährige das Treiben im Wasser. Sein Job macht ihm Spaß, ihm gefällt die Vielseitigkeit. Nils Wienand vom DLRG steht zwei Mal pro Woche am Beckenrand und hilft, wenn es nötig ist.

Früher mehr Besucher

Wehning und die Mitarbeiter im Freibad hoffen sehr darauf, dass vor allem in den Ferien Erholung im Freibad gesucht wird. Anja Segbers ist schon seit vielen Jahren beim Freibad angestellt und merkt an: "Früher war mehr los. Heute sitzen sie alle zuhause und daddeln am Computer oder am Handy." Dabei ist es doch im kühlen Wasser viel schöner. Das finden auch Helena und Max, die öfter ins Stadtlohner Freibad kommen. "Besonders gefallen mir die Spieleecken, die Rutsche und die Schwimmreifen", sagt Helena. Auch Jennifer Vitzthum verbringt ihre freie Zeit gern mit ihren Kindern im Freibad. "In diesem Jahr sind wir zum ersten Mal hier", sagt sie und hält ihr Gesicht in die Sonne, während ihre Kinder ins Wasser rutschen.

Bevor es zum Wochenende also wieder kühler wird, gibt es noch die Chance auf einen Sprung ins kühle Nass im Stadtlohner Freibad.

 

Lesen Sie jetzt