Für die Unterbringung und Kastration streunender Katzen im Tierheim hat die Stadt Stadtlohn im vergangenen Jahr 25.000 Euro aufgewendet. © picture alliance / dpa
Friedhofssatzung

Fütterverbot: Streunende Katzen kosten Stadtlohn 25.000 Euro im Jahr

Wer auf dem Stadtlohner Friedhof Katzen füttert, muss jetzt mit einem Bußgeld rechnen. Das hat der Rat beschlossen. Der Ordnungsamtsleiter verwahrte sich gegen Vorwürfe von Tierschützern.

Katzenfütterern auf dem Stadtlohner Friedhof droht künftig ein Bußgeld in Höhe von bis zu 50 Euro. Das hat der Rat in seiner Sitzung am Mittwoch einstimmig beschlossen. Anlass für die Satzungsänderung ist die Zunahme der Katzenpopulation auf dem Friedhof.

In der Ratssitzung wehrte sich Ordnungsamtsleiter Thomas Gausling gegen den von Tierschützern öffentlich erhobenen Vorwurf, der Stadt fehle die Empathie und falle zum Problem der streunenden Katzen nur Strafen für tierliebende Menschen ein, anstatt den hungernden Tieren zu helfen.

„Die Stadt Stadtlohn hat allein im vergangenen Jahr 25.000 Euro aufgewendet, um 89 Fundkatzen im Tierheim unterzubringen“, erklärte Thomas Gausling. Darüber hinaus hätten auch Tierschützer in Absprache mit der Stadt Stadtlohn Katzen am Friedhof eingefangen, um sie zu kastrieren. So solle eine unkontrollierte Vermehrung der Katzen und Tierleid verhindert werden. Gausling betonte, dass ihm die Katzen durchaus persönlich am Herzen liegen: „Ich habe zu Hause ja selbst eine Katze aus dem Tierheim.“

Gräber dürfen nicht mit Steinplatten versiegelt werden

Bei der Änderung der Friedhofssatzung, die bereits Anfang September im Umwelt-, Planungs- und Bauausschuss vorberaten worden war, ging es auch um neue Regeln gegen die Versiegelung von Gräbern. Ziel ist es, dass der Friedhof seinen Charakter als grüne Oase bewahrt und nicht zur „Steinwüste“ wird. Gräber dürfen nur noch maximal zu einem Drittel mit Steinen bedeckt werden. Diese Regelung hat aber noch einen vorläufigen Charakter. In der nächsten Woche findet dazu im Rathaus noch ein Gespräch mit den örtlichen Steinmetzen statt.

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Stefan Grothues