Gebühren für Abfall, Abwasser und Straßenreinigung steigen leicht an

Fünf Euro pro Haushalt

Über 800 Euro im Jahr zahlt ein Durchschnittshaushalt in Stadtlohn für Abwasser, Müllentsorgung und Straßenreinigung. In diesem Jahr dreht die Stadt Stadtlohn aber nur ganz sachte an der Gebührenschraube. Unterm Strich kommt auf einen durchschnittlichen Musterhaushalt eine Mehrbelastung von fünf Euro im Jahr zu.

STADTLOHN

, 03.12.2016, 05:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Gebühren für Abfall, Abwasser und Straßenreinigung steigen leicht an

Die Restmüllgebühr steigt 2017 leicht, die Biomüllentsorgung wird nicht teurer.

Die neuen Gebührensätze hat in dieser Woche der Haupt- und Finanzausschuss einstimmig empfohlen. Endgültig entscheidet der Rat am Dienstag, 14. Dezember.

Die Politiker aller Fraktionen zeigten sich erfreut und erleichtert, dass die Gebührenberechnungen der Verwaltung ohne große Steigerungsraten auskommen.

  • Abfallentsorgung: Beim Restmüll steigen die Gebühren je nach Behältergröße um einen bis zu vier Euro. Die Kosten für Biomüll-Gefäße bleiben unverändert. Die Papiermüllentsorgung ist für die Stadtlohner weiterhin kostenlos. "Im Vergleich mit den Nachbarkommunen kommen wir bei den Müllgebühren gut weg", meinte Karl Herbstmann (UWG). Er kritisierte aber, dass die 1100-Liter-Container zu stark subventioniert würden. "Das ist nicht ganz fair." Das fanden auch die Sprecher der anderen Fraktionen. Die Verwaltung will bis zur nächsten Ratssitzung überlegen, wie in den nächsten Jahren eine Gleichbehandlung herbeigeführt werden kann.

 

  • Straßenreinigung: Straßenreinigung und Winterwartung kosten die Stadt über 170000 Euro im Jahr. Zur Kostendeckung steigen die Gebühren für Anliegerstraßen um zwei Cent je Meter und für innerörtliche Straßen um einen Cent je Meter.

 

  • Kanalbenutzung: Die Schmutzwassergebühr bleibt unverändert bei zwei Euro je Kubikmeter. Die Gebühr für Niederschlagswasser wird um zwei Cent auf 65 Cent erhöht. Helmut Stowermann (CDU) mahnte, bei der Erhebung der Regenwassergebühr auf eine gerechte Lastenverteilung zu achten. Wer Flächen neu versiegele, müsse auch stärker zur Kasse gebeten werden. "Wir wollen kein Misstrauen säen, aber es sollte schon gerecht zugehen." Bürgermeister Helmut Könning erklärte, aus diesem Grund sei für 2018 bereits eine Überfliegung geplant. Die dann gemachten Luftbilder gäben Hinweise auf Neuversiegelungen. Mittelfristig müssen sich die Stadtlohner Haushalte allerdings auf stärker steigende Abwassergebühren einstellen. Rund 22 Millionen Euro müssen in den nächsten sechs Jahren in die Erneuerung älterer Abwasserkanäle investiert werden.
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