Griff in die Rücklage nötig

Finanzbericht

Eine Verschlechterung von rund 340 000 Euro zeichnet sich für den Stadtlohner Haushalt des Jahres 2011 ab. Der Ausgleich stellt die Stadt aber nach Aussage von Kämmerer Günter Wewers keines falls vor unlösbare Probleme, wie er jetzt im Haupt- und Finanzausschuss darlegte.

STADTLOHN

von von Thorsten Ohm

, 21.11.2011, 17:32 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein ordentliches Plus bescheren die Steuerzahler der Stadt hingegen bei der Einkommenssteuer: Dort dürfte der Ansatz von 5,32 Millionen Euro mit rund 5,72 Millionen deutlich übertroffen werden. Bei den weiteren Gebühren, Entgelten und der Stadt zukommenden Steueranteile liegen die tatsächlichen Zahlen meist recht nah an der Planung. Ähnliches gilt für die Aufwendungen dieses Jahres. Allerdings bringt die Abrechnung der Einheitslasten für das Jahr 2009 der Stadt Stadtlohn eine unvorhergesehene Zahlung von 269 000 Euro. In der Bilanz summieren sich die Verschlechterungen bei den Aufwendungen auf rund 100 000 Euro gegenüber dem Ansatz im Haushaltsplan. Beim Blick auf die Kassenlage ergaben sich deutliche Abweichungen vom Etatwerk: Noch liegen nicht alle Grundstückserlöse vor, aber auch noch nicht abgerufene Landeszuweisungen und vor allem noch nicht abgerufene Kredite in Höhe von 3,2 Millionen Euro sorgen für diese Differenz. Gleichzeitig stehen dem aber auch hohe Minderausgaben gegenüber. Um die Liquidität trotz des niedrigeren Aufkommens von Gewerbesteuer zu jedem Zeitpunkt sicherzustellen, war die Aufnahme von Kassenkrediten erforderlich geworden. Diese wurden entsprechend zurückgezahlt.

Der Ausblick auf das nächste Jahr spielte schließlich noch eine besondere Rolle im Finanzbericht. Kämmerer Günter Wewers erklärte die Einzelheiten zur ersten Proberechnung für die Schlüsselzuweisungen des Landes: Danach hat die Stadt keine solchen Mittel zu erwarten, kann allerdings mit einer einmaligen Abmilderungshilfe für Strukturveränderungen in Höhe von 1,02 Millionen Euro rechnen.

Lesen Sie jetzt