Hilfe, die Schule macht

Stadtlohn "Ich danke euch sehr. Ihr seid eine große Hilfe für uns", lobt Johannes Gehrs die Schüler der Klassen 7, 12 und 13 des Geschwister-Scholl-Gymnasiums (GSG). Er hat auch allen Grund dazu: Schließlich sammeln sie Gelder für ihn, den verantwortlichen Projektleiter des Kinderzentrumss "Putnik" in Kirgisien.

21.05.2008, 19:16 Uhr / Lesedauer: 2 min

Hilfe, die Schule macht

Seit 2004 betreibt der studierte Theologe dort intensiv Entwicklungshilfe. Und die Gymnasiasten stehen ihm von Anfang an finanziell zur Seite - mit der "Putnik-AG".

Aber auch die Oberstufen-Klassen engagieren sich mindestens einmal im Jahr für die gute Sache. "An dem Tag, wo die Bundesjugendspiele hier stattfinden - und sie sowieso nicht mehr mitmachen - arbeiten sie für Stadtlohner Firmen. Früher ging das Geld, das sie dafür bekommen nach Afrika, jetzt nach Kirgisien", erklärt AG-Betreuer und Lehrer Markus Stohlmann (Foto). Über ihn, den Gehrs seit der Schulzeit in Osnabrück kennt, ist der Kontakt überhaupt erst zustande gekommen. "Rund 5000 Euro sind bislang zusammengekommen."

Inklusive dreier neuer Spenden, zu denen auch der anteilige Erlös aus dem Verkauf des Kunstkalenders zählt.

Drei Schecks in Höhe von 250, 500 und 1700 Euro konnten die betreuenden Lehrer und die Schüler Gehrs, der jetzt wieder nach Stadtlohn gekommen, ist überreichen. Denn einmal im Jahr kommt er, um die Schüler über den Verbleib des Geldes und damit die Förderprojekte in Kirgisien zu informieren. "Diese Rückmeldung ist wichtig, damit die Kinder einen Eindruck bekommen. Deshalb sind die auch so engagiert", glaubt Gehrs.

Vor allem die Schüler, die vor vier Jahren in der Klasse 5 und jetzt in der Stufe 10 sind, interessieren sich dafür, was aus ihren gespendeten Geldern geworden ist. "Wir haben denen das vor kurzem gezeigt. Die fanden das sehr interessant. Denn dann erinnern sich die Kinder und stellen Folgefragen." Genauso jetzt. "Wie viele Kinder sind denn in ihrem Kinderzentrum insgesamt? Gibt es mehr ältere oder jüngere Kinder? Haben die denn immer dieselben Probleme?", wollen Adrian und Marwin zum Beispiel wissen.

"Die Schüler sind da sehr sensibel. Wir können mit Fug und Recht sagen, dass 100 Prozent der Gelder nach Kirgisien gehen, außer natürlich die unvermeidlichen Überweisungskosten", stellt Stohlmann klar.

Selbstständiger Verkauf

Mit seinen 28 Schülern bildet er den beständigen Kern der Kirgisienhilfe des GSG. In der großen Pause verkaufen seine Schützlinge selbstständig die Waren des Unternehmens gepa, das Waren aus fairem Handel mit Entwicklungsländern vertreibt. "Weiße Schokolade verkauft sich besonders gut. Und die Lehrerkollegen trinken jetzt auch den teureren gepa-Kaffee", verrät Stohlmann mit einem Schmunzeln. Tobias Kempkes

<p>Drei Schecks im Wert von insgesamt 2450 Euro übergaben die Schüler und Lehrer des GSG als Spende für Kirgisien.</p>

<p>Drei Schecks im Wert von insgesamt 2450 Euro übergaben die Schüler und Lehrer des GSG als Spende für Kirgisien.</p>

<p>Insgesamt 28 Schüler verkaufen fair gehandelte Waren aus Entwicklungsländern. Acht von ihnen bieten hier in der großen Pause von Kaffee über Marmelade bis Schokolade sämtliche haltbaren Lebensmittel, aber auch Schulhefte an. MLZ-Fotos (4) Kempkes</p>

<p>Insgesamt 28 Schüler verkaufen fair gehandelte Waren aus Entwicklungsländern. Acht von ihnen bieten hier in der großen Pause von Kaffee über Marmelade bis Schokolade sämtliche haltbaren Lebensmittel, aber auch Schulhefte an. MLZ-Fotos (4) Kempkes</p>

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