Hilfe für Hospital in Litembo

Stadtlohn Praktisch auf gepackten Koffern sitzt der Stadtlohner Christian Feldmann: Er bricht in wenigen Tagen zu einem neuen Einsatz im Urwaldhospital Litembo auf.

02.01.2009, 17:56 Uhr / Lesedauer: 1 min

<p>Das Hospital in Litembo hat sich zu einem wichtigen regionalen Baustein der medizinischen Versorgung entwickelt.</p>

<p>Das Hospital in Litembo hat sich zu einem wichtigen regionalen Baustein der medizinischen Versorgung entwickelt.</p>

Gemeinsam mit seinen Mitstreitern vom Stadtlohner Freundeskreis ist es ihm seit vielen Jahren ein Anliegen, das Krankenhaus zu unterstützen. In einer ländlichen Region des afrikanischen Tansanias stellte es für tausende von Einwohnern im weiten Umkreis die einzige Möglichkeit dar, sich medizinisch versorgen zu lassen.

Für Sorgen hatte im vergangenen Jahr der Ausfall einer Turbine gesorgt. Sie übernimmt im Zusammenspiel mit angestautem Wasser die Versorgung des Hospitals mit elektrischem Strom. Als sie defekt war, musste ein Generator die dringen benötigte Energie erzeugen - angesichts hoher Dieselpreise eine erhebliche finanzielle Belastung für das Krankenhaus. Doch diese kritische Situation ist mittlerweile überwunden: Die Turbine läuft wieder, die Stromversorgung ist sichergestellt.

Als nächstes großes Vorhaben möchte der Freundeskreis mithelfen, eine Infusionsabteilung aufzubauen. Sie soll räumlich getrennt von den Hauptgebäuden entstehen, um die Sterilität zu gewährleisten. "Damit kann das Hospital Transportkosten sparen", zeigt Feldmann den Vorteil der eigenen Infusionsherstellung auf. Rund 15 000 Euro sind dafür allerdings erforderlich.

Dass diese Mittel zusammen kommen, dazu tragen auch in Stadtlohn viele Menschen bei - so auch zwei Gruppen Jugendlicher: Die Firmlinge von Anne Lensker haben sich bereits zum zweiten Mal mit einem Stand am Weihnachtsmarkt beteiligt, und auch die Gruppe von Ruth Stephan verkaufte mit Erfolg selbst Gebackenes. Der Erlös daraus in Höhe von mehr als 700 Euro konnte jetzt übergeben werden.

Feldmann bereitet sich unterdessen auf seine Reise vor: Er wird in Litembo eine mobile Telefonanlage installieren, die im Marker Krankenhaus ausrangiert wurde. Damit verbessert sich die Verbindung zu den Ärzten, aber auch zwischen Turbine und Generator - wieder ein Schritt in die Zukunft für ein Krankenhaus, auf das die Menschen in seinem Umland nicht verzichten können. to

<p>Auch junge Stadtlohner engagieren sich für das afrikanische Hospital, wie etwa die Firmgruppen von Ruth Stephan und Anne Lensker (beide rechts neben Christian Feldmann), die jetzt den Erlös ihrer Weihnachtsmarkt-Aktionen überreichten. Heisterborg</p>

<p>Auch junge Stadtlohner engagieren sich für das afrikanische Hospital, wie etwa die Firmgruppen von Ruth Stephan und Anne Lensker (beide rechts neben Christian Feldmann), die jetzt den Erlös ihrer Weihnachtsmarkt-Aktionen überreichten. Heisterborg</p>

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