Hönningen-Lager braucht auch Spenden: Pavillon muss abgerissen werden

DJK-Ferienfreizeit

Das Hochwasser hat immensen Schaden angerichtet in Hönningen. Jetzt steht fest: Für das Stadtlohner DJK-Lager geht der Schaden deutlich in die Hunderttausende. Pavillon und Equipment sind hin.

Stadtlohn

, 30.07.2021, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Pavillon des integrativen DJK-Ferienlagers nach dem Hochwasser 2021: Die Bodenplatte ist gebrochen, die Wände sind durchfeuchtet. Totalschaden.

Der Pavillon des integrativen DJK-Ferienlagers nach dem Hochwasser 2021: Die Bodenplatte ist gebrochen, die Wände sind durchfeuchtet. Totalschaden. © DJK-Ferienlager

Die Redaktion erreicht Marc Klein-Günnewick am Freitag, kurz bevor er sich wieder auf den Weg nach Hönningen macht. Vor Ort soll noch mal der Schaden begutachtet werden, den Baugutachter und Statiker festgestellt haben.

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Es geht um den Pavillon. „Totalschaden“, fasst Klein-Günnewick vom Lagerteam kurz das große Fiasko zusammen. „Die Bodenplatte ist gebrochen und unterspült, die Wände sind voll Wasser.“ Ein Schock für alle, wie er zugibt. Bis Freitag war wohl noch Hoffnung da. Eine Versicherung gibt es nicht für das Gebäude am Fluss. „Wir haben 2016 noch mal gefragt – keine Chance.“

„Nun heißt es für euch alle noch mal ganz stark zu sein“

„Liebe Lagerfreunde, nun heißt es für euch alle noch mal ganz stark zu sein“, postete er am Freitagmorgen auf Facebook die schlechte Nachricht. Nicht nur, dass das ganze Equipment fortgespült wurde und allein da der Schaden schon sechsstellig ist – der Gebäudeschaden ist ebenso beträchtlich. Das Gebäude ist in den vergangenen Jahren – bis 2018 – komplett durchrenoviert worden.

Im Jahr 2018 wurden die umfangreichen Sanierungsarbeiten am Pavillon abgeschlossen.

Im Jahr 2018 wurden die umfangreichen Sanierungsarbeiten am Pavillon abgeschlossen. © DJK-Ferienlager

„Über 40 Wochenenden haben Ehrenamtliche da gearbeitet, viele Spenden sind geflossen“, fasst Mark Klein-Günnewick zusammen. Aber: Es helfe ja nichts, das Team blicke nach vorne. „Wir haben ein hochmotiviertes Betreuerteam und viele Helfer, die ihre Unterstützung bereits angeboten haben. Unser Ziel ist es, bereits im nächsten Jahr wieder eine inklusive Ferienfreizeit anbieten zu können“, kündigt Klein-Günnewick an. „Wir geben alles, dass es weitergehen kann.“

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Zunächst werde der Fokus auf die Anschaffung von Zelten und Lagerequipment gelegt. Ob und wie wieder ein Gebäude errichtet werden kann, müsse sorgfältig geplant werden, heißt es in dem Facebook-Post.

Ferienlager und Hönninger brauchen Unterstützung

Für den Wiederaufbau ist das Team, das seit Jahrzehnten das integrative Ferienlager anbietet, auf finanzielle Unterstützung, auf Geldspenden, angewiesen. Dafür wurde ein separates Spendenkonto unter dem Stichwort „Wiederaufbau der inklusiven Ferienfreizeit“ bei der Sparkasse Westmünsterland eingerichtet. Eine Spende für die Ferienfreizeit ist auch digital möglich (www.bit.ly/3id7QFL).

So sah der Pavillon vor dem Hochwasser aus. Das Gebäude wurde mit viel ehrenamtlichen Einsatz jahrelang renoviert.

So sah der Pavillon vor dem Hochwasser aus. Das Gebäude wurde mit viel ehrenamtlichen Einsatz jahrelang renoviert. © DJK-Ferienlager

Dank breiter Unterstützung aus der Bevölkerung über die Aktion „Stadtlohn hilft Hönningen“ konnte das DJK-Ferienlager den Betroffenen in Hönningen und Umgebung vor Ort schon mit 40.000 Euro helfen. Auch für diesen Zweck bleibt das Konto des Ferienlagers bei der Sparkasse Westmünsterland bestehen.

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