Hülsta: Aida bringt eventuell Aufträge

Ein Funken Hoffnung

Die Meldung, dass die Meyer Werft in Papenburg den erst 2011 verlorenen Auftrag für den Bau der Aida-Kreuzfahrtschiffe möglicherweise zurückbekommt, lässt auch das angeschlagene Stadtlohner Unternehmen Hülsta hoffen: Je Schiff müssen rund 1800 Kabinen ausgestattet werden – dann wohl wieder mit Möbeln von Hülsta.

STADTLOHN

, 26.08.2014, 18:51 Uhr / Lesedauer: 1 min
Hülsta: Aida bringt eventuell Aufträge

Aida-Schiffe werden möglicherweise künftig wieder auf der Meyer-Werft gebaut. Inneneinrichtung wie in den Beispielfotos käme dann wahrscheinlich von Hülsta.

Angeblich hatten die Japaner die Papenburger um bis zu 120 Millionen Euro unterboten, sich aber dabei offenbar hoffnungslos verkalkuliert. Nachdem das erste von zwei in Japan bestellten Schiffen, die „Aida Prima“ nicht termingerecht vom Stapel laufen kann, musste Mitsubishi einen Verlust von 425 Millionen Euro verbuchen – rein rechnerisch verschenkt sie damit eines der beiden Schiffe. Vertriebsleiter Andreas Venhoff von Furncon will aber keine allzu hohen Erwartungen an die Nachricht knüpfen, dass Aida in Zukunft wieder auf der Meyer-Werft bauen lässt. „Das wäre für das Unternehmen eine schöne Entwicklung, aber alles, was man daraus ableitet, wäre Spekulation.“ Über ungelegte Eier zu reden, sei in der aktuellen Situation „nicht redlich“.

Er wolle keine Hoffnungen schüren, die sich dann womöglich nicht erfüllen ließen. Aber, so Venhoff: „Wir sind froh um jeden Arbeitsplatz, den wir erhalten können.“ Und zusätzliche Aufträge bedeuteten eben zusätzliche Arbeitsplätze. Furcon ist eine Tochter der Hüls-Gruppe und stellt mit dem emsländischen Kabinenhersteller EMS PreCab die Einrichtung für Luxusliner her. Pro Schiff würden bei Aida jeweils rund 1800 Kabinen fällig, und nachdem die Meyer-Werft die Aufträge für die Kabinenausstattung bei den letzten sieben Schiffen an sie vergeben habe, könne man sich ausrechnen, auch dann wieder den Zuschlag zu erhalten. Venhoff setzt auf den Erfolg, den das Unternehmen in diesem Bereich nach vergleichsweise kurzer Zeit erzielt hat. „Da müssen wir uns nicht verstecken“, erklärt Venhoff stolz, „dafür, dass wir das erst seit fünf Jahren machen.“  

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