Hundewick blickt zurück

Stadtlohn Eine Reise in die Vergangenheit unternimmt der Schützenverein St. Michael Hundewick - in einer Chronik, die jetzt zum 175-jährigen Bestehen veröffentlicht wurde.

13.07.2007, 18:36 Uhr / Lesedauer: 1 min

Darin blickt der Verein nicht nur auf seine eigene Geschichte zurück. Ausführlich beleuchtet er verschiedene Aspekte des Gemeinschaftswesens in der Bauerschaft.

Dazu zählt auch die Erinnerung an die Schule in Hundewick, die bei vielen Einwohnern noch heute lebendig ist. Von 1909 bis 1971 besuchten zahlreiche Kinder das Schulgebäude, das heute noch erhalten ist. Wie es zur Gründung kam, beschreibt die Chronik so: "Die Tatsache, dass eine große Anzahl Hundewicker Mädchen und Jungen tagtäglich bei Wind und Wetter, auf holprigen und ungepflasterten Wegen eine Schule in der Stadt besuchen mussten, ließ die Idee reifen, eine eigene Schule für die damals selbstständige Gemeinde Hundewick zu bauen." Mit einem Dankhochamt und einer feierlichen Prozession wurde im April 1909 die Schule eingeweiht; erster Lehrer der Schule Hundewick war Johann Nordhaus aus Hamm.

Schnell erwies es sich, dass die Schule weit mehr als nur eine Bildungseinrichtung war: Sie entwickelte sich zu einem verbindenden Mittelpunkt, so die Chronik: "Nach und nach siedelten sich um die Schule bis 2006 29 weitere Familien an. Manche nennen Straßenteil heute auch ,Hundewick City'".

Die kleine Dorfschule entwickelte sich stetig weiter: Die Kinderzahl wuchs zur Mitte des vergangenen Jahrhunderts weiter, so dass ein zweiter Klassenraum gebaut wurde. Noch 1965 wurden durch die Gemeinde Kirchspiel Stadtlohn zwei neue Lehrerdienstwohnungen errichtet und die früherer Lehrerwohnung als dritter Klassenraum genutzt.

Schließung 1971

Mit der Umstrukturierung der Schulen endete diese Entwicklung. Ab 1966 besuchten die Fünftklässler die Schulen in der Stadt, ab 1969 nur noch die Erst- und Zweitklässler: "1971 wurde die Schule gegen den Willen der Hundewicker Bevölkerung geschlossen." Die Verdienste der Einrichtung beschreibt die Chronik so: "Jeder kannte jeden; Lehrer, Geschwister- und Nachbarskinder blieben jahrelang zusammen. Das ergab ein gutes soziales Gefüge. Jeder durfte jedem helfen." to

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