In Stadtlohn mehr auf Jobsuche

Zahl der Arbeitslosen angestiegen

STADTLOHN/SÜDLOHN Nur kurz währte die Hoffnung auf eine Entlastung des Stadtlohner Arbeitsmarktes: Nach einem leichten Rückgang schnellte die Kurve im Juli wieder deutlich nach oben - auf einen Rekordwert von 650 Arbeitslosen.

30.07.2009, 16:56 Uhr / Lesedauer: 1 min

Das ist zugleich der höchste Wert, den Stadtlohn in der aktuellen Statistik vorzuweisen hat. Diese umfasst die Zahlen seit August vergangenen Jahres - damals waren 374 Personen in Stadtlohn auf der Suche nach einem Job.

Besonders stark fällt der Anstieg bei der Gruppe von Arbeitslosen aus, die noch nicht länger als ein Jahr ohne Arbeit sind: Galt dies im Juni noch für 362 Stadtlohner, so erhöhte sich ihr Anteil im Juli auf 390. Zwar haben die meisten Kommunen aus dem Verbreitungsgebiet der Münsterland Zeitung in dieser Rubrik ebenfalls einen mehr oder minder großen Anstieg verzeichnen müssen - mit einem Plus von 28 liegt Stadtlohn jedoch im Vergleich deutlich vorn.

Einen deutlichen Anstieg hat es im Juli in Stadtlohn auch bei den Langzeitarbeitslosen gegeben, die seit mehr als einem Jahr ohne Arbeitsplatz leben müssen. Ihre Zahl hat sich von 248 auf 260 erhöht. Einen Grund für den allgemein zu beobachtenden Anstieg der Arbeitslosenzahlen könnte in einer "jahreszeitlich bedingten" Ursache liegen. "Mit dem Ende des Schul- und Ausbildungsjahres hat sich im Juli die Zahl der Arbeitslosen erwartungsgemäß erhöht", so Roman Cebaus, Mitglied der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Coesfeld. "Das zeigt sich insbesondere in der Situation junger Menschen unter 25 Jahren."

Arbeitsmarkt Südlohn

Weitaus weniger angespannt als im Nachbarort präsentiert sich die derzeitige Situation des Arbeitmarktes in Südlohn: Dort hat es zwar auch einen leichten Anstieg der Arbeitslosenzahlen gegeben, jedoch deutlich geringer als in Stadtlohn: So erhöhte sich in der Gemeinde die Arbeitslosenzahl gegenüber dem Vormonat um sieben auf 147 Personen.

Bei den Langzeitarbeitslosen weist die Gemeinde mit unverändert drei Betroffenen den nach wie vor niedrigsten Wert im gesamten Kreis auf - bei der Gesamtanzahl nach Schöppingen den zweitniedrigsten. to/pd

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