Ines Burckhard gibt Hüsch eine starke Stimme

Rezitation

STADTLOHN Sie ist eine Kammerschauspielerin par exzellence – Ines Burckhardt, der es am Freitagabend gelang, den beliebten literarischen Kabarettisten Hanns Dieter Hüsch so wunderbar zu rezitieren, als sei dieser persönlich zugegen.

von Von Susanne Dirking

, 15.03.2010, 17:41 Uhr / Lesedauer: 2 min
Kammerschauspielerin Ines Burckhardt fand in der Stadtlohner KunstHalle aufmerksame Zuhörer.

Kammerschauspielerin Ines Burckhardt fand in der Stadtlohner KunstHalle aufmerksame Zuhörer.

Leise und gefühlvoll ließ Julia Reck am Piano „Es ist ein Schnitter, heißt der Tod, hat Gewalt vom Höchsten Gott…“. erklingen. „Ich setze auf die Liebe. Das ist das Thema: Den Hass aus der Welt zu vertreiben“, las Schauspielerin Ines Burckhardt mit ausdrucksstarker Stimme „doch es hat noch niemand den Hass besiegt, ohne ihn selbst zu beenden“. „Es waren zwei Königskinder…“ erklang es vom Piano. Die Kammerschauspielerin las die Berichte des begnadeten Kabarettisten über Religion und Politik, über Jugend und Alter, über Krieg und Frieden mit solcher Intensität und einer wundernswerten Mimik und Gestik, die das Publikum staunen ließ. Es wurde gelächelt und geschmunzelt, aber auch ernsthaft nachgedacht über Gott und die Welt, denn „Himmel und Erde sind Bruder und Schwester“, wie Hüsch sagt.

Wer den Dialog mit der Jugend herbeiführen will, dem rät der Kabarettist „Sich herabneigen, sich nicht als Erwachsener aufspielen, Fehler zulassen, Kummer aufspüren und teilen und sich gegenseitig ernst nehmen.“ Mit sanftem Anschlag begleitete die Pianistin „Kommt ein Vöglein geflogen“, und es war ein Genuss, ihr dabei zuzuhören. Mit herzlichem Applaus dankten die tief beeindruckten Gäste den beiden Künstlerinnen, und einige machten noch einen Rundgang durch die großartige Installation „Wege zum Kreuz“.

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