Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Intensive Musikqualität

Veranstaltungsreihe "40 Jahre aktuelles Forum VHS"

Ein schöner "Abend der Musik" erklang am letzten Sonntag in der Joseph-Kirche. Er fand statt innerhalb der Veranstaltungsreihe "40 Jahre aktuelles Forum VHS".

STADTLOHN

von Bernd Sikora

, 25.11.2015 / Lesedauer: 2 min
Intensive Musikqualität

Eric Kotterink dirigierte das gesamte Ensemble.

Und so konnte - nach einer Begrüßung durch Rudolf Kleybold für die Kirchengemeinde - Dr. Nikolaus Schneider, quasi als Geburtstagskind, für die Volkshochschule seine Freude ausdrücken über das gemeinsame Auftreten der beiden Musik-Ensembles der VHS: den Euregio Konzertchor und das Euregio Symphonieorchester. Beide existieren jeweils auch schon über 30 Jahre und belegen die hohe Bedeutung der Musik an der VHS.

Spielfreudiger Bach

Und wie jung und frisch sie klingen, bewies das Konzert. Zuerst gab es Bachs Doppelkonzert BWV 1060 in einer nicht näher bezeichneten Bearbeitung für Oboe (Eric Kotterink) und Violine (Michael Rein). Da konnten die zwei Dirigenten der beiden Ensembles sich trefflich einmal als Solisten hören lassen - eine gute Idee und auch ein gutes miteinander Musizieren. Fein begleitet vom Orchester erfüllte ein spielfreudiger musikantischer Bach den Kirchenraum; und so interpretiert, konnte man bei jeder Note glauben, dass Bach sie tatsächlich so geschrieben hätte.

Das zweite Werk war Charles Gounods "Caecilienmesse G-Dur", auf den Tag der Schutzheiligen genau vor 165 Jahren uraufgeführt.

Eine dankbare Kirchenmusik, mit archaischen Rückgriffen, Ansätzen schlichter Frömmigkeit und opernhaften Gesten, von Gounods Komponistenhand aber gekonnt zu einer Einheit geformt - ideal für beide Besetzungen. Unter der Gesamtleitung jetzt von Eric Kotterink überzeugte der Chor in all den Herausforderungen der Partitur technisch gekonnt und mit gewohnt intensiver Musikalität.

Gespür für Sinnlichkeit

Die drei Solisten Judith Hoffmann (Sopran), Christoph Wittmann (Tenor) und Dieter Goffing (Bass) fügten sich perfekt in den Gesamtklang ein und setzten dennoch stimmlich ihre Höhepunkte, stets ausbalanciert im Geist der Musik.

Das Orchester (einstudiert von Michael Rein) und erweitert um Orgel mit Gijs van Schoonhoven, im Bach-Konzer auch am Cembalo, begleitete und gestaltete seinen Part souverän und mit Gespür für die Klangsinnlichkeit der Instrumentation.

Zum Abschluss dankte begeisterter, stehender Applaus des großen Publikums in der St.-Joseph-Kirche den Sängern und Musikern.

 

Lesen Sie jetzt