Jugendliche gestehen Beteiligung an brutalem Raubüberfall auf 53-jährige Stadtlohnerin

rnErmittlungserfolg

Die Polizei hat den Raubüberfall auf eine 53-jährige Stadtlohnerin in ihrem Wohnhaus am Cohaus Esch aufgeklärt. Zwei 17 und 18 Jahre alte Jugendliche haben die Tat gestanden.

Stadtlohn

, 27.05.2019 / Lesedauer: 2 min

Es war eine außergewöhnlich brutale Tat: Am Abend des 16. Mai verschaffte sich ein Täter Zugang zu einem Haus an der Straße Cohaus Esch. Dort schlugen er die 53-jährige Bewohnerin. Auch bedrohte er die Frau mit einem Messer. Schließlich riss er einen Tresor aus der Wand und flüchtete schließlich mit der Beute.

Jugendliche räumen in Vernehmung Beteiligung ein

Im Zuge der Ermittlungen war der Verdacht auf die 17 und 18 Jahre alten Jugendlichen gefallen. Sie hatten in der Vernehmung schließlich die Beteiligung an der Tat eingeräumt. Bei Durchsuchungen konnte die Polizei außerdem auch Teile der Beute sicherstellen.

Jugendliche gestehen Beteiligung an brutalem Raubüberfall auf 53-jährige Stadtlohnerin

Um den Einsatz für die Taucher abzusichern, hatte die DLRG auch das Wehr an der Berkelmühle schließen lassen. © DLRG OG Stadtlohn

„Die Kollegen der Kriminalpolizei sind sehr froh, dass sie die Tat so schnell aufklären konnten“, sagte Thorsten Ohm von der Pressestelle der Polizei im Kreis Borken am Montag unserer Redaktion. Der Fall habe eine ganz andere Qualität als ein reiner Einbruchsdiebstahl. „Ein Einbrecher versucht in der Regel, Kontakt zu seinem Opfer zu vermeiden“, erklärte er. Die Täter in diesem Fall hätten jedoch sehr viel Gewalt gegen das Opfer angewandt. Thorsten Ohm sprach von einem sehr brutalen Täter. Die psychischen Folgen für das Opfer seien vor diesem Hintergrund noch lange nicht abzusehen.

Im weiteren Verlauf der Ermittlung hatten am vergangenen Freitag auch Taucher der DRLG-Ortsgruppe Stadtlohn die Berkel am Wehr an der Uferstraße durchsucht. Die Taucher der Ortsgruppe waren dort insgesamt dreieinhalb Stunden im Einsatz. Dafür wurde auch das Berkelwehr geschlossen, um den Einsatz für die Taucher abzusichern. Ob sie dabei etwas gefunden haben, sagte die Polizei auf Nachfrage am Montag nicht. Auch zum näheren Hintergrund der Täter und ihrer Beziehung zum Opfer machte Thorsten Ohm keine näheren Angaben. Das sei nun alles noch Gegenstand weiterer Vernehmungen.

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Nach der erfolgreichen Durchsuchung hatte die Staatsanwaltschaft Untersuchungshaftbefehle für die beiden Beschuldigten beantragt. Das zuständige Amtsgericht Ahaus wies diese jedoch mangels Haftgrund zurück.

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