Karnevalsgesellschaft setzt auf Party statt Büttabend

KG Üm Bütt un Pütt

Im Stadtlohner Karneval wird es in der neuen Session einige Änderungen geben. Anstatt des Büttabends am Freitag soll dann eine riesige Karnevalsparty steigen. Das ist ein Ergebnis aus der Jahreshauptversammlung der Karnevalsgesellschaft.

STADTLOHN

10.09.2016, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bei dem neuen Event sollen alle Liebhaber des lockeren Straßenkarnevals auf ihre Kosten kommen. In der Stadthalle folgen dann Tanz, Stimmung und Schunkeleinlagen der eigenen Musikzüge. An den anderen beiden Terminen wird die KG "Üm Bütt un Pütt" den traditionellen Sitzungskarneval durchführen.

Grund dafür seien Veränderungen im Freizeitverhalten und ein Überangebot an Veranstaltungen im Vereinsleben, so der Verein in seiner Pressemitteilung. Diese Entwicklungen machten auch vor dem Stadtlohner Karneval nicht halt. Hinzu kämen immer höhere Kosten, die kompensiert werden müssten. Dazu habe sich der Vorstand bereits Gedanken gemacht und werde dieser Entwicklung rechtzeitig gegensteuern, teilte der Präsident Andreas Rotherm den erschienenen Mitgliedern mit. Zu allen Änderungen wird es rechtzeitig Informationen auf der Internetseite der Karnevalsgesellschaft geben.

Volles Kettelerhaus

Die Generalversammlung im Kettlerhaus fand erstmals an einem Samstagabend statt. Den Terminwechsel belohnten die Mitglieder mit voll besetzten Reihen. Nach einem Karnevalslied, das launig von Präsident Andy Rotherm und Vize Manni Schwenz angestimmt wurde, ging es in die umfangreiche Tagesordnung.

Der Präsident wandte sich in seinem Bericht dem Thema "Ehrenamt" zu. Er beleuchtete insbesondere die Jugendarbeit und das freiwillige Engagement in der KG. "Es gibt im Stadtlohner Gebiet keinen Verein, der sich so um Brauchtum und Unterhaltung bemüht wie die KG", betonte Rotherm. In zahlreichen Gruppen wie der Kükengarde, den Tanzgarden, im Spielmannszug oder bei den Fanfaren werde aktive Jugendarbeit geleistet.

Auflagen und Vorschriften

Ratsschreiber Claus Dieter Kuglarz berichtete in sehr sachlicher Form von immer neuen Auflagen und Vorschriften für die Veranstaltungen. Danach stellte Hubert Grotholt den Bericht des Säckelmeisters vor, den letzten in seiner Amtszeit. Die geringe Unterdeckung des Wirtschaftsplans ging entsprechend fast unter. Standing Ovations und minutenlanger Applaus bestimmten diesen Tagesordnungspunkt.

Grotholt stellte sich mit dem Eintritt in das Rentenalter nicht mehr zur Wiederwahl. In seiner Laudatio stellte Rotherm die "Grotholtsche Erfolgsgeschichte" vor: 26 Jahre im Amt, eine tragende Säule des Vereins und zuständig für die vereinseigene Wagenbauhalle. Grotholt wird der KG aber noch als Vorstandsmitglied und Berater zur Verfügung stehen.

Neuer Kassenprüfer

Nachdem Kassenprüfer Klaus Wewers die fehlerfreie Jahresrechnung gestellt hatte, beantragte er die Entlastung des Säckelmeisters und des geschäftsführenden Vorstands. Diese wurde einstimmig gefasst. Für Wewers wurde Hagen Ebert zum Kassenprüfer gewählt. Nach dem Abschlusslied wurde die Sitzung geschlossen und der gemütliche Teil eröffnet.

Silvia Meisner, Bettina Stücker und Anna Kuglarz stellten ihre Trainerposten für die Kükengarde zur Verfügung. Meisner und Stücker waren bereits seit der Session 85/86 in den Tanzgarden unterwegs. Anna Kuglarz begann 1999 bei den Fanfaren. Sie hat mit viel Herzblut eine Kükengarde aufgebaut. Als Präsent überreichte Manfred Schwenz einen Blumenstrauß. Elferratsvizepräsident Jürgen Busche informierte über ein aktionsreiches Jahr. Udo van Almsick ist neues Mitglied im Elferrat. Stefan Konert von der Stadtgarde gab einen kurzen Überblick über deren Aktivitäten.

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