Kita Spielkiste hat neue Räume bezogen

Nach dem Hochwasser

Ein Jahr nach dem verheerenden Berkelhochwasser kann in der Kita Spielkiste wieder gelacht und getobt werden. In dieser Woche haben Kinder und Erzieherinnen das neue Gebäude an der Mühlenstraße bezogen.

STADTLOHN

, 02.08.2017 / Lesedauer: 3 min
Kita Spielkiste hat neue Räume bezogen

Nachdem das Berkelhochwasser die Kita Spielkiste im vergangenen Jahr zerstört hatte, haben Kinder und Erzieherinnen in dieser Woche den Neubau bezogen und fühlen sich sichtlich wohl.

Nichts erinnert mehr an den 24. Juni 2016 – jenen Tag, an dem die Kindertagesstätte im Berkelhochwasser versank. Das alte dunkelrote Klinkerhaus ist einem modernen anthrazitfarbenen Flachbau mit bunten Akzenten gewichen. In weniger als sechs Monaten war der Wiederaufbau abgeschlossen.

„Für Bauantrag, Baugenehmigung und den Bau an sich war der Zeitplan ohnehin schon ziemlich sportlich“, sagt Anke Borgers aus der Geschäftsführung des Unternehmen Borgers, das Nachbar, Eigentümer und Vermieter des Gebäudes ist. „Jetzt sind wir sogar noch einen Monat früher fertig geworden.“ Und das, obwohl eine im ersten Anlauf fehlerhaft installierte Toilette die Arbeiten für einige wenige Tage auf Eis gelegt hatte. Der entstandene Wasserschaden war allerdings eine Kleinigkeit im Vergleich zu dem vor einem Jahr.

Welle der Hilfsbereitschaft

Was damals dem Hochwasser folgte, war eine Welle der Hilfsbereitschaft. Vereine, Unternehmen und Privatpersonen aus der Region gaben Geld- und Sachspenden, die Stadt Stadtlohn steuerte 18 000 Euro zum Wiederaufbau bei. Und die Eltern der Kita-Kinder schlugen sich Wochenende um Wochenende um die Ohren, um die Kindertagesstätte wieder aufzubauen. Sie richteten unter anderem die neue Küche ein, verlegten Vinylboden und gestalteten den Garten. „Alle Eltern haben eine wahnsinnige Leistung erbracht, das hat alles ganz toll geklappt“, sagt Anke Borgers.

Auch die Kinder wurden eingebunden, halfen etwa beim Packen der Kartons und erlebten einen spannenden Tag bei der Besichtigung der Baustelle. Als es nach einem Jahr in der Ausweichunterkunft der ehemaligen OGS der Johannesschule endlich zurück an die Mühlenstraße ging, war die Begeisterung groß. „Die Kinder haben sich riesig gefreut“, sagt Anika Dieks aus dem Vorstand der Elterninitiative. „Vor allem, als sie ihren alten Garten wieder gesehen haben.“

Außenbereich wie gehabt

Der Außenbereich wurde nahezu eins zu eins wiederhergestellt. Lediglich ein Spielgerät musste etwas versetzt werden, um Platz für neue Parkplätze zu schaffen. Bei der Gestaltung des Innenbereichs haben die Eltern ihre eigenen Vorstellungen eingebracht. So gibt es jetzt einen großen Gruppenraum für alle, der bei Bedarf mit einem Raumtrenner geteilt werden kann. Das Gebäude steht nun höher, hat die gleiche Oberkantenhöhe wie das benachbarte Bürogebäude der Firma Borgers. „Damit sind wir hoffentlich beim nächsten Hochwasser geschützt“, so Anke Borgers.

Offiziell eingeweiht wird der Neubau am Samstag, 9. September, beim Tag der offenen Tür mit allen Helfern.

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