Kleine Könige scheuen keine Mühe

Sternsinger unterwegs

Schon frühmorgens haben sich am Dreikönigstag 160 Sternsinger in prächtigen Gewändern und mit Sternen auf den Weg gemacht. Und er war nicht nur hilfreich und süß, sondern auch anstrengend.

Stadtlohn

, 07.01.2018, 16:10 Uhr / Lesedauer: 2 min
Kleine Könige scheuen keine Mühe

Elena, Henrika, Lisa und Jana haben die Segenswünsche nach Wendfeld getragen.

Segen bringen, Segen sein“, das war am Fest der Heiligen Drei Könige das Motto der Sternsinger. Vor ihrer Aussendung sangen alle 160 Mädchen und Jungen gemeinsam in der St.-Otger-Kirche das Sternsingerlied: „Stern über Bethlehem, zeig‘ uns den Weg“.

Kaplan Jonas Hagedorn erteilte ihnen dann den Segen mit dem Wunsch, dass die „Könige“ den Segen in Stadt und Land von Haus zu Haus weitertragen und dabei um Spenden für Kinder in Not bitten. Für die arbeitenden Kinder in Indien wolle man damit die Lebensbedingungen verbessern, sagte er. Aber auch die Projekte der St.-Otger-Gemeinde wie die Urwaldklinik in Litembo, die „Kleine Schule Sonnenstrahl“ und die Armenküche in Lima/ Peru sollen zu einem Teil damit unterstützt werden, erklärte der Kaplan.

Und dann erhielten Kaspar, Melchior und Balthasar von den Helfern und Helferinnen die notwendigen Utensilien für unterwegs, wie Sternsinger-Ausweise, das Halsbändchen mit dem Segenswunsch „20+C+M+B+18“ – „Christus mansionem benedicat“ (Christus segne dieses Haus) und die gesegnete Kreide dazu. Über das ruhige und regenfreie Winterwetter an diesem Tag waren die Sternsinger besonders froh, hatte es doch im vergangenen Jahr am 6. Januar kräftig geschneit.

Nicht nur gute Erfahrungen

Davon konnten auch Elena, Henrika, Lisa und Jana von der Wendfeld-Gruppe ein Lied singen. „Wir sind schon seit mehreren Jahren Sternsinger und haben sowohl gute, als auch weniger gute Erfahrungen gemacht“, erzählten sie. „Nicht immer durften wir auf Nachfrage den Segenswunsch an Tür oder Haus anbringen“ und über frei laufende Hunde haben sie sich manchmal auch nicht gefreut. Nicht vergessen hat Frieda Nordkamp, dass man sich bei dem nassen und kalten Wetter des Vorjahres bei Bekannten am Hilgenberg mit heißem Kakao aufwärmen konnte.

Vanessa erklärte, was sie motiviert habe, Sternsinger zu werden: „Ich wollte Kindern helfen, weil sie mir leid tun.“ Und ihre Schwester Valentina, auch zum ersten Mal dabei, meinte: „Sternsinger zu sein macht Spaß. Aber es kann auch ganz schön anstrengend sein! Die vielen süßen Geschenke verteilen wir später untereinander.“

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