Das neue "Piratenschiff" der Kita "Prinz Botho" wurde am Montag, 18. Oktober, geliefert. © Marieke Titz
Kita: Spielplatz

Kran lässt „Piratenschiff“ in den Prinz Botho Kita-Garten schweben

Die Kita „Prinz Botho“ in Stadtlohn hat ein neues Spielplatzgerät bekommen. Das Ereignis wurde mit Spannung verfolgt. Sogar ein Kran kam dabei zum Einsatz. Wir waren live vor Ort.

„Ahoi Piraten: Spannt die Segel, hisst die Flagge. Wir stechen in See.“ So oder so ähnlich könnte es bald an der Straße am Losbergpark in Stadtlohn ertönen. Denn die Kita „Prinz Botho“ hat am Montag, 18. Oktober, ein neues Spielplatzgerät – ein „Piratenschiff“ – aus Holz erhalten. Ein Riesenkran half ordentlich mit.

Bereits im April und Mai dieses Jahres fanden die ersten Gespräche zwischen der Kita-Leiterin Juliane Rehkamp und der Firma Doehring aus Ahaus, die mit der Herstellung beauftragt wurde, statt. Nicht einmal sechs Monate später war das neue Spielgerät nun bereit für den finalen Aufbau. Die reine Bauzeit eines Spieplatzgerätes solcher Größenordnung beträgt laut Christian Schwenz, Betriebsleiter der Firma Doehring, etwa drei Wochen.

Viele Helfer und eine hohe Investitionssumme

Geliefert wurde die künftige Attraktion in zwei Teilen. Fast 30.000 Euro hat der Kindergarten in das Projekt investiert. „Wir haben das alles aus eigener Tasche finanziert“, so Rehkamp. Eine Investition, die laut Rehkamp fortan unter anderem die Fantasie und Freude im Rollenspiel der Kinder fördern soll.

Kita-Leiterin Juliane Rehkamp (l.) und Christian Schwenz (r.), Betriebsleiter der Firma Doehring, freuen sich über das erfolgreiche Projekt.
Kita-Leiterin Juliane Rehkamp (l.) und Christian Schwenz (r.), Betriebsleiter der Firma Doehring, freuen sich über das erfolgreiche Projekt. © Kevin Michaelis © Kevin Michaelis

Diese sollen sich dann ab Mitte der kommenden Woche auf dem „Piratenschiff“ austoben können. „In der Regel dauert es bis zu 28 Tage, ehe so etwas in die Benutzung geht. Aber wir wollen die Kinder nicht länger warten lassen“, sagt Schwenz. Neben zahlreichen Klettermöglichkeiten, einer Rutsche und Rutschstange, gibt es für die Kinder auch Bereiche zum Verstecken, einen Tunnel, ein Bullauge, ein Fernrohr und Eimer zur Sandbeförderung.

Um das neue Spielgerät überhaupt in den Außenbereich der Kita zu hieven, gab es dabei tatkräftige Unterstützung von einem großen Kran der Firma. Hinweg über Zaun und Baum wurde das insgesamt 1,6 Tonnen (1600 Kilogramm) schwere „Piratenschiff“ in den Sandkastenbereich befördert. Dort wird es zusätzlich mit Fundamenten aus Beton tief im Boden verankert.

Zuvor war schon das ehemalige Gerüst, bestehend aus drei Teilen, ordnungsgemäß entfernt worden. Materialien, die für eine Wiederverwertung infrage kamen, wurden aufgehoben und im Sinne der Nachhaltigkeit in das neue Konstrukt integriert. „Das neue Spielplatzgerät hat eine Haltbarkeit von circa 15 bis 20 Jahren“, erzählt Schwenz.

Kinder als Entscheidungsträger

Dass es am Ende ein „Piratenschiff“ geworden ist, haben überwiegend die Kinder der Kita mitentschieden. „Wir haben den Kindern eine Auswahl aus drei verschiedenen Spielgeräten präsentiert“, so Juliane Rehkamp und fügt hinzu: „Jedes Kind hat einen kleinen Stein erhalten und konnte es auf eine der jeweiligen Abbildungen der Geräte legen“. Die Entscheidung sei dann mit mehr als drei Viertel eindeutig auf das „Piratenschiff“ gefallen.

Alle Kinder, die aufgrund ihrer Einschulung gegenwärtig nicht mehr Teil der Kita sind, haben im Rahmen der Corona-Regelungen eine Extraeinladung zur Besichtigung des neuen „Piratenschiffs“ erhalten. Im Gegenzug gibt es für den Kindergarten von den ehemaligen Kita-Kids eine Piratenflagge für das Holzschiff geschenkt.

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