LED-Laternen: Mehr Licht und Klimaschutz in Stadtlohn, Südlohn und Vreden

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Mehr als eine halbe Million Euro investieren die SVS-Versorgungsbetriebe in Stadtlohn, Südlohn und Vreden in den Klimaschutz. 2451 Straßenlaternen werden auf LED-Technik umgerüstet.

Stadtlohn

, 12.09.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Fast die Hälfte der 5278 Straßenlaternen in Stadtlohn, Vreden und Südlohn wird innerhalb der nächsten fünf Monate auf energiesparende LED-Technik umgerüstet. Am Donnerstag haben die Bürgermeister der drei Kommunen, Helmut Könning (Stadtlohn), Dr. Christoph Holtwisch (Vreden) und Christian Vedder zusammen mit SVS-Geschäftsführer Thomas Spieß offiziell den Startschuss gegeben.

„Das ist für uns ein großes Thema“, erklärte Thomas Spieß am Donnerstag. „Priorität hat für uns dabei der Gedanke der C02-Einsparung und des Klimaschutzes“, so der SVS-Geschäftsführer.

Über 50 Prozent Einsparung beim Stromverbrauch

Bis Januar 2021 sollen in Stadtlohn, Vreden und Südlohn die Leuchtmittel von 2451 Straßenlaternen ausgetauscht werden. Das reduziert den Stromverbrauch bei den umgerüsteten Lampen um mehr als die Hälfte. Dunkler wird es dadurch nicht, verspricht Thomas Spieß. In vielen Fällen werde es durch die neue LED-Technik sogar heller auf den Straßen.

Rund 526.000 Euro kostet die Umrüstung der 2451 Straßenlaternen. Das Bundesumweltministerium fördert die Umrüstung aufgrund eines Beschlusses des Bundestags im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative mit 20 Prozent, also rund 105.000 Euro. 80 Prozent der Kosten tragen die SVS-Versorgungsbetriebe.

Jährlich 178 Tonnen C02-Einsparung

Die Straßenbeleuchtung ist eigentlich eine kommunale Pflichtaufgabe. Die Stadt Stadtlohn hat diese Aufgabe wie auch Vreden und Südlohn gegen eine Pauschalzahlung an die SVS-Versorgungsbetriebe delegiert. In Stadtlohn werden bis Januar 1035 Straßenlampen umgerüstet, in Vreden 1077 und in Südlohn 343. „Leistung, Lumenzahl und Optiken sind dem Straßentyp angemessen eingestellt“, so SVS-Mitarbeiter Thomas Kappelhoff.

Die Umrüstung erspart der Umwelt jede Menge klimaschädlicher CO2-Ausstoß. Thomas Kappelhoff nannte am Donnerstag diese Zahlen: Die Stromeinsparung liegt bei den ausgetauschten Lampen bei 63 Prozent. Durch die jetzige Investition werden jährlich 178 Tonnen CO2 eingespart. Über eine Lebensdauer der neuen LED-Leuchtmittel von 20 Jahren liegt die Einsparung bei 3561 Tonnen.

Zehn Prozent der Straßenlaternen sind bereits umgerüstet

LED-Leuchtmittel werden in Stadtlohn, Vreden und Südlohn seit fünf Jahren für die Straßenbeleuchtung in Neubaugebieten verwendet. Auch bei Reparaturen oder Ersatz von defekten Leuchten werden im Austausch LED-Leuchten verwendet. Etwa 500 der gut 5000 Straßenlaternen in Stadtlohn, Vreden und Südlohn sind jetzt schon bereits mit LED-Technik ausgestattet, so SVS-Mitarbeiter Dieter Roel.

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Und was ist mit den nach dem Umrüstungsprogramm verbleibenden rund 1000 Altleuchten? Thomas Spieß: „Die werden auch noch umgerüstet. Wir werden aber wieder ein Förderprogramm abwarten. Das wird mehr als ein Jahr brauchen.“

Investition amortisiert sich spätestens nach neun Jahren

Ganz abgesehen von der Einsparung bei den klimschädlichen CO2-Emissionen rechnet sich die teure Umrüstung auf LED-Technik auch betriebswirtschaftlich. Die neue Technik verbraucht nicht nur deutlich weniger Strom, sondern sie spart auch Wartungskosten. Thomas Spieß: „Nach sechs bis neun Jahren rechnet sich die Investition – je nach Art der Altleuchte, die ersetzt wurde.“

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