Einige Klassenräume im Geschwister-Scholl-Gymnasium werden erst einmal leer bleiben. Die getesteten Schüler bleiben vorsorglich zu Hause. © Markus Gehring
Coronavirus

Lehrer am GSG positiv getestet: Corona-Warn-App sorgt für Massentest

Ein Lehrer des Geschwister-Scholl-Gymnasiums in Stadtlohn hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Zahlreiche Schüler wurden über die Corona-Warn-App auf eine mögliche Ansteckung aufmerksam gemacht.

Am Geschwister-Scholl-Gymnasium in Stadtlohn wurde am Donnerstagnachmittag ein Corona-Massentest durchgeführt. Das Rote Kreuz hat nach Auskunft des Kreises Borken rund120 Schüler getestet. Grund dafür ist ein positives Ergebnis eines Lehrers bei einem regelmäßig durchgeführten Test.

Diese Infektion wurde dem Kreis Borken bereits am Mittwoch gemeldet, wie Pressesprecherin Ellen Bulten am Donnerstagnachmittag im Gespräch mit der Redaktion sagt: „Das Gesundheitsamt hat direkt mit der Schule Kontakt aufgenommen und Kontaktpersonen ausfindig gemacht.“

Da die Schule ein strenges Hygienekonzept habe, das auch eingehalten worden sei, wurden als enge Kontaktpersonen nur zwei weitere Lehrer genannt. Diese wurden bereits am Mittwoch getestet und sind vorsorglich zu Hause geblieben. Ihr Ergebnis wird vermutlich am Freitag vorliegen.

Schüler und Lehrer über offizielle App gewarnt

Damit sollte die Angelegenheit eigentlich erledigt gewesen sein. Doch dann bekamen mehrere Schüler und Lehrer des Gymnasiums eine Warnung über die offizielle Corona-Warn-App. Diese registriert, wenn der Besitzers des Handys einer Person zu nahe kommt, die ebenfalls die App hat und später positiv auf das Coronavirus getestet wird.

In diesem Fall also wurden die Schüler darüber informiert, dass sie dem infizierten Lehrer so nahe waren, dass eine Infektion nicht auszuschließen ist. „Das sorgte natürlich für einige Unruhe unter den Schülern und Lehrern“, sagt Ellen Bulten.

Deswegen entschied sich das Gesundheitsamt dazu, alle Schüler zu testen, die bei dem betroffenen Lehrer Unterricht hatten. „Schließlich ist die App genau dafür entwickelt worden und nun zeigt sich ja, dass sie funktioniert“, so die Kreis-Pressesprecherin. Allerdings könne die App nicht registrieren, ob bei dem Kontakt zum Beispiel eine Maske getragen wurde, was die Wahrscheinlichkeit einer Infektion verringern würde.

Getestete Schüler bleiben vorsorglich zu Hause

Am Donnerstagnachmittag hat ein DRK-Team bei rund 120 Schülern Abstriche genommen – auch bei denen, die keine Warnung über die App bekommen haben. „Es wäre schwierig gewesen, da einen Unterschied zu machen“, meint Ellen Bulten. Die Schüler bleiben vorsorglich zu Hause, bis die Ergebnisse vorliegen. Das soll am Freitag oder Samstag der Fall sein.

Die Lehrer des Geschwister-Scholl-Gymnasiums wurden nicht erneut auf das Coronavirus getestet. Bei ihnen wird regelmäßig ein Test durchgeführt, der letzte liegt erst zwei Tage zurück.

Massentest ist eine „reine Vorsichtsmaßnahme“

„Das alles ist eine reine Vorsichtsmaßnahme“, betont Ellen Bulten. Die Schüler, die nicht von dem betroffenen Lehrer unterrichtet wurden, gehen weiter wie gewohnt zur Schule. „Das Hygienekonzept wird weiter eingehalten und es wird nun noch vermehrt auf die Abstände geachtet“, so die Pressesprecherin.

Der Massentest am Geschwister-Scholl-Gymnasium ist eines der größten Testgeschehnisse in den vergangenen Wochen im Kreis Borken. Aktuell sind kreisweit 43 Personen mit dem Coronavirus infiziert.

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Als gebürtige Vredenerin habe ich mich aus Liebe zur Region ganz bewusst für den Job als Lokaljournalistin in meiner Heimat entschieden. Mein Herz schlägt für die Geschichten der Menschen vor Ort. Ich möchte informieren, unterhalten und überraschen.
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Victoria Garwer