Linden bleiben stehen

Stadtlohn Bäume beschäftigten zum wiederholten Male den Stadtlohner Bauausschuss - gleich drei Anträge von Einwohnern lagen vor, die sich jeweils über zuviel Schatten und Erhebungen im Pflaster beschwerten und um Abhilfe baten.

08.11.2007 / Lesedauer: 2 min

Abgelehnt wurde der Antrag eines Ehepaars am Esterner Landweg: Zwei Meter von der Grundstücksgrenze entfernt stehen zwei Linden, die dem Haus der Familie Licht nähmen und mit ihren Wurzeln das Pflaster zerstörten, hieß es in dem Antrag. Die Familie wolle auf eigene Kosten zwei kleinwüchsige Bäume wieder anpflanzen. "Die Bäume sollen stehen bleiben, die Allee wird sonst zerstört", machte Josef Schülting für die CDU deutlich, auch Franz-Josef Demes (SPD) fehlte "jegliches Verständnis" für den Antrag. Allerdings müssten die Linden am Esterner Landweg beschnitten werden, forderte Schülting.

Im Bürgersteig

Auf Ablehnung stieß auch der Antrag von Anwohnern der Hengeler Straße: Darin wurde gefordert, die drei im Bürgersteig stehenden Linden zwischen Heggenpatt und Diakon-Heider-Straße zu fällen. Durch das Wurzelwerk werde der Gehweg, so die Anlieger, in seiner nutzbaren Breite verringert. Gegen den Vorschlag der Verwaltung, die drei Bäume zu entfernen und die Lücken zuzupflastern, sprach sich der Ausschuss aus: Die Bäume sollten erhalten, der Gehweg in Teilbereichen verbreitert werden, schlug Winfried Hamann (CDU) vor. Ein kleiner, in der Fahrbahn stehender Baum solle weichen, befanden die Kommunalpolitiker, die übrigen beschnitten werden. "Hier sind Fehler bei der Planung gemacht worden", kommentierte Hamann die Situation an der Allee, deren Baumbestand in Ordnung sei.

Bei drei Enthaltungen sprach sich der Ausschuss hingegen dafür aus, einem Antragsteller zu erlauben, mehrere Ahornbäume am Südring zu fällen. Vor einem Mehrfamilienhaus ist dort die Neukonzeption der Vorgarten- und Stellplatzanlage mit zum Teil öffentlichen Parkplätzen geplant.

Ahorn entfernen

Damit ein einheitliches Bild nach der Neukonzeption entstehe, solle dem Investor erlaubt werden, alle Ahornbäume zu entfernen. Die Erweiterung des Gehwegs sowie die Pflege der neu anzupflanzenden Bäume solle der Investor übernehmen, so der Ausschuss. ewa

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