Losbergspieker angebaut und saniert

Stadt hat investiert

STADTLOHN Die Stadt Stadtlohn hat in ihr Gebäude des Cafés Losbergspieker investiert: Es wurde angebaut, um unter anderem Platz für eine behindertengerechte Toilette zu schaffen.

von von Anne Winter-Weckenbrock

, 24.07.2009, 15:11 Uhr / Lesedauer: 1 min
Wo gehobelt wird, da fallen Spänne - intensiv gearbeitet wurde in den vergangenen Wochen am Losbergspieker.

Wo gehobelt wird, da fallen Spänne - intensiv gearbeitet wurde in den vergangenen Wochen am Losbergspieker.

Der Wunsch nach einem behindertengerechten WC sei der Auslöser für die jetzt doch umfangreichen Bau- und Renovierungsarbeiten gewesen, blickte Bauamtsleiter Wolfram Höltken im Gespräch mit der Münsterland Zeitung zurück. Im Bauausschuss habe man sich auf Anregung von Marie-Theres Böing (CDU) mit dem Thema beschäftigt und das Votum erhalten, im Losbergspieker tätig zu werden. Ein Anbau war dafür nötig: Um die Fläche von 30 Quadratmetern als Flachdachanbau ist das Fachwerkgebäude auf der hinteren Giebelseite "gewachsen".

Handwerker im Einsatz

Der gesamte Toilettentrakt ist mit neuen Fliesen und sanitären Anlagen angelegt worden, und auch in der Küche standen Sanierung und Modernisierung an. Am Dienstag waren die Handwerker heimischer Firmen voll im Einsatz: Im Neubau erhielten neue Fliesen und Kacheln ihren Platz auf den Böden und Wänden, während nebenan noch verputzt wurde. In der Küche arbeiteten die Elektriker an der neuen Umverteilung. Anfang Juni hatten die Bauarbeiten begonnen und sie wurden im Laufe dieser Woche abgeschlossen. "Es wurde mit Hochdruck gearbeitet", so Höltken.

Die Stadt als Eigentümerin ist für die Instandhaltung des Gebäudes, das aus dem Jahr 1978 stammt, zuständig, die Einrichtung ist zum großen Teil Sache der Pächterin. Im Haushalt der Stadt Stadtlohn für das laufende Jahr sind Kosten in Höhe von 85 000 Euro für die Maßnahme eingeplant. Ob es bei dieser Summe bleibt, muss sich aber noch nach den Abrechnungen der gesamten Arbeiten zeigen, wie der Bauamtsleiter betont: So habe die Decke des Anbaus feuerhemmend gebaut werden müssen und auch eine Alarmierungsanlage sei eine Auflage nach den Vorgaben des Brandschutzes notwendig geworden. Zudem hätten Erdarbeiten getätigt werden müssen wegen eines Schachtes, der nicht bekannt war.

Nun ist der Losbergspieker wieder geöffnet - und neben den Spaziergängern im Park steht es auch den Heiratswilligen wieder als Ort ihrer Trauung zur Verfügung.

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