Maximilian Herting verbrachte ein Jahr in Brasilien

Von Amazonas und Karneval beeindruckt

Im August 2015 ist er abgeflogen. Jetzt ist Maximilian Herting wieder zurück in Deutschland. Ein Jahr lang hat der Stadtlohner in Brasilien gelebt. Viele der Erfahrungen, die er dort gemacht hat, wird er noch lange in Erinnerung behalten.

STADTLOHN

09.08.2016, 17:28 Uhr / Lesedauer: 2 min
Maximilian Herting verbrachte ein Jahr in Brasilien

Maximilian Herting hat über das Rotary-Austauschprogramm fast ein Jahr in Brasilien verbracht.

Salvador, die drittgrößte Stadt Brasiliens, war für ein Jahr Maximilian Hertings Zuhause. „Es war ein kleiner Kulturschock aus dem kleinen Stadtlohn mit gut 20 000 Einwohnern in diese riesige Stadt zu kommen“, meinte der 18-jährige Rotary-Austauschschüler. Über drei Millionen Menschen leben in Salvador. Die Lust auf etwas Neues hatte ihn zu dem Auslandsjahr veranlasst: „Stadtlohn ist mir einfach zu eintönig geworden.“ Nach dem Abitur 2015 wusste Maximilian nicht, wie es genau weitergehen sollte. „Ich war nach dem Abi ja erst 17 Jahre alt und wollte nicht direkt studieren“, erklärte Maximilian.

Drei Gastfamilien

In insgesamt drei Gastfamilien lebte er im Laufe des Jahres. In allen habe er sich sehr wohl gefühlt. Während seiner Zeit in Brasilien ist er dort wieder in die zehnte Klasse gegangen. Im Gegenzug hat der 18-jährige Nicolas Callejas aus Ecuador ein Jahr lang bei Familien Herting in Stadtlohn gewohnt.

Maximilians Wunschländer waren Japan, Brasilien und Neuseeland. Groß war die Freude, als es schließlich nach Brasilien ging. „Ein ehemaliger Mitschüler von mir war schon ein Jahr lang dort und hat viel Gutes berichtet“, erzählte Maximilian. Die Sprachbarriere sei kein Problem gewesen. Zunächst lernte Maximilian mit Hilfe von Computer-Programmen Portugiesisch, und „später habe ich dann alles ausschließlich durch Unterhaltungen und die Schule gelernt.“

Schlechte Infrakstruktur

Besonders in den ersten Monaten musste Maximilian sich erst einmal an die neue Kultur gewöhnen. Jeden Tag gab es Bohnen zu essen. Die wird der 18-Jährige eher weniger vermissen. Was ihm in Brasilien gefehlt hatte, war die gute Infrastruktur, wie er sie aus Deutschland kannte.

Die Reise in einer Gruppe zum Amazonas wird ihm besonders in Erinnerung bleiben. Er war dort wandern und hat in einer Hängematte auf einem Boot übernachtet. „Ich habe sogar ein echtes Krokodil berührt, das die Reiseführer zuvor eingefangen hatten“, berichtet der Austauschschüler. Aber auch der Karnevalsumzug in Salvador war ein ganz spezielles Erlebnis: „Alle haben gemeinsam auf den Straßen gefeiert.“

Ärger über Olympische Spiele

Im Januar ist der Austauschschüler in Rio gewesen. Da seien alle noch mit den Vorbereitungen für den Karneval beschäftigt gewesen. Allerdings herrschte unter der armen Bevölkerung schon damals Unmut darüber, dass die Regierung viel Geld in die Olympischen Spiele investierte. „Die Stadien, die zur Fußball WM gebaut wurden, stehen heute größtenteils leer. Umso größer ist natürlich der Ärger über die Olympischen Spiele“, berichtete Maximilian von seinen Eindrücken.

„Auf der anderen Seite lebt Brasilien vom Tourismus und die nette Gastkultur habe ich ja selbst erlebt“, meinte der Stadtlohner. Insofern sei Brasilien ein tolles Gastgeberland. Die Menschen dort behielt er offen und herzlich in Erinnerung. Die Rückkehr nach Deutschland war ein „komisches Erlebnis“ für Maximilian: „Man kommt nicht an einem Stück nach Hause, sondern kehrt jeden Tag ein bisschen mehr zurück.“ 

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