Missbrauchsprozess wird am Dienstag fortgesetzt

30-Jähriger vor Landgericht

Der Prozess gegen den Stadtlohner, der sich wegen schweren sexuellen Missbrauchs seines eigenen Babys vor dem Landgericht in Münster verantworten muss, wird am Dienstagvormittag fortgesetzt. Nachdem am zweiten Verhandlungstag am vergangenen Dienstag die Psychologin das Wort hatte, könnten diesmal die Plädoyers von Staatsanwalt und Verteidiger und unter Umständen sogar das Urteil folgen.

STADTLOHN

, 14.11.2016, 17:42 Uhr / Lesedauer: 1 min

Dem 30-jährigen Stadtlohner wird vorgeworfen, im Dezember 2015 seine damals erst drei Monate alte Tochter sexuell missbraucht zu haben. Bilder seiner Tat tauschte der Mann im Internet gegen andere kinderpornografische Videos der schlimmsten Sorte aus.

Auf die Spur gekommen war die Polizei dem Stadtlohner, weil in Bayern ein Kronzeuge ausgesagt hatte. Der Angeklagte hatte gleich am ersten Verhandlungstag die Tat eingeräumt und seine Tat "unbegreiflich" genannt.

Heirat vor Prozess

Seit neun Jahren lebt er in einer festen Beziehung zu einer vier Jahre jüngeren Frau, mit der er auch im Oktober 2015 das Baby bekam. Am Tag vor dem Prozessauftakt heirateten die beiden in der Justizvollzugsanstalt Coesfeld, wo der 30-Jährige zurzeit einsitzt. Seine Lebensgefährtin nimmt dem Angeklagten seine Reue ab. Sie hat vor Gericht von ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch gemacht.

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Die Psychologin sieht den 30-jährigen Stadtlohner als schuldfähig an. Empathie für die Opfer habe sie bei dem dreieinhalbstündigen Gespräch mit ihn nicht festgestellt.

Der Verhandlungstag beginnt um 9 Uhr vor dem Landgericht Münster, Am Stadtgraben 10, in Saal A10.

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