Modehaus Demes öffnet Türen nach fünf Wochen Coronavirus-Zwangspause

Einzelhandel

Die Türen sind wieder offen, die Kunden waren am Montag aber noch zurückhaltend: Zehn von elf Filialen des Modehauses Demes sind geöffnet. Die Kunden müssen sich an strenge Regeln halten.

Stadtlohn

, 20.04.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Christoph Demes junior mit den Hinweise für Kunden. Seit Montagmorgen dürfen zehn von elf Geschäften des Familienunternehmens wieder öffnen. Der Geschäftsführer hofft, dass sich der Betrieb möglichst zügig wieder normalisiert.

Christoph Demes junior mit den Hinweise für Kunden. Seit Montagmorgen dürfen zehn von elf Geschäften des Familienunternehmens wieder öffnen. Der Geschäftsführer hofft, dass sich der Betrieb möglichst zügig wieder normalisiert. © Stephan Teine

Montagvormittag in Stadtlohn. Nach fünf Wochen dürfen die ersten Geschäfte wieder öffnen. Zwei davon sind Airport und die Trendbox. Sie gehören zum Modeunternehmen Demes. Gerade befindet sich kein weiterer Kunde in der Trendbox. „Bitte die Hände desinfizieren“, ruft eine Verkäuferin. Sie steht an der Kasse hinter einer Plexiglasscheibe und trägt Mundschutz.

Der Desinfektionsspender steht mitten im Verkaufsraum. Geschäftsführer Christoph Demes junior ist gerade dabei, die letzten Hinweise für Kunden aufzuhängen. Sie machen die Abstandsregeln deutlich und bitten auch darum, einen Mundschutz zu tragen.

Kunden müssen sich an Regeln noch gewöhnen

Und das funktioniert? „Die Kunden müssen sich natürlich noch daran gewöhnen“, erklärt Christoph Demes. Dennoch gehe er davon aus, dass sich das zügig einspiele. „Die meisten Menschen haben sich aber ja auch in den vergangenen Wochen deutlich rücksichtsvoller verhalten“, so Christoph Demes.

Um sich auf die neue Situation einzustellen, wurden bis Montagmorgen noch einige Sortimente umgeräumt. Auch wenn das Haupthaus des Modeshauses Demes wegen seiner Größe nicht öffnen darf, soll das komplette Angebot über die Filialen von Airport und Trendbox bereitgehalten werden.

Um sich auf die neue Situation einzustellen, wurden bis Montagmorgen noch einige Sortimente umgeräumt. Auch wenn das Haupthaus des Modeshauses Demes wegen seiner Größe nicht öffnen darf, soll das komplette Angebot über die Filialen von Airport und Trendbox bereitgehalten werden. © Stephan Teine

Etliche Kunden habe es am Montagmorgen und schon gegeben. „Sie freuen sich und haben Lust einzukaufen“, erzählt der Geschäftsführer. Und Bedarf an Frühlingsmode hätten sie ja schließlich auch.

Nur wenige Passanten sind in Stadtlohn unterwegs

Die Resonanz auf die offenen Türen ist am Montagvormittag in Stadtlohn noch etwas verhalten. Nur wenige Passanten sind in der Innenstadt unterwegs. „Das ist an einem Montagvormittag aber eigentlich normal so“, sagt Christoph Demes.

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Deswegen sei auch die Vorgabe, dass sich maximal eine Person auf zehn Quadratmetern Verkaufsfläche bewegen darf für Stadtlohn nicht realistisch. Die Entwicklung werde das Unternehmen aber aktuell weiter beobachten und im Zweifel nachsteuern.

Normales Geschäft soll so schnell wie möglich wieder laufen

Das normale Geschäft, so hofft er, soll nun wieder so schnell wie möglich anlaufen. „Die Bestände, die wir für die letzten fünf Wochen eingekauft haben, sind natürlich noch da“, sagt er. In allen Filialen sei das Sortiment aktuell aufgestellt. „Mit jedem Tag bekommt die Sommermode natürlich mehr Gewicht“, ergänzt er. Dennoch werde auch noch eine ganze Weile Frühjahrsmode angeboten. Das passe ja auch gerade zu den Temperaturen. „Mit kurzen Hosen ist ja heute Morgen noch niemand herumgelaufen“, sagt er und blickt auf den Marktplatz.

Das große Modehaus im Stadtlohner Zentrum ist aktuell noch nicht wieder geöffnet. Es überschreitet die maximal zulässige Größe von 800 Quadratmetern. Das Angebot soll aber über die Filialen der Trendbox und Airport mit abgedeckt werden. „Unsere Berater im Haupthaus stehen bereit, auch wenn wir die Tür nicht öffnen können“, erklärt Christoph Demes. Herrenmode soll über die Trendbox, Damen- und Kindermode über Airport mit angeboten werden.

Sortimente in den Geschäften umsortiert

„Dafür haben wir auch kurzfristig die Sortimente etwas umsortiert“, erklärt er. So gibt es nun auch in der Trendbox eine Auswahl an Herrenmode. „Den Rest können wir aus dem Haupthaus schnell herüber holen“, sagt er. Auch die Filialen in Vreden seien so aufgestellt worden, dass fast das komplette Sortiment dort vorrätig ist. „Ohne dass die Kunden warten oder erst nach Stadtlohn fahren müssen“, fügt er hinzu.

Und wie liefen die vergangenen Wochen? In Stadtlohn wurde ja durch eine Zusammenarbeit von Stadtmarketing, Händlern und einer privaten Initiative ein eigener Lieferservice auf die Beine gestellt, um die Kunden trotz geschlossener Geschäfte zu versorgen.

Mit dessen Resonanz ist Christoph Demes zufrieden. „Das ist sehr gut angelaufen“, sagt er. Natürlich seien die Umsätze nicht mit den Zahlen aus dem normalen Geschäft vergleichbar. „Trotzdem sind wir natürlich dankbar für alle Kunden, die in dieser Zeit an uns gedacht haben“, erklärt er. Jetzt blickt er allerdings nach vorn.

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