Warum die Stadtlohner jetzt am Wertstoffhof ihren Personalauweis zeigen müssen

rnMüllentsorgung

Müllabgabe am falschen Ort: Einige Leute aus der Nachbarschaft bringen ihren Grünabfall nach Stadtlohn. Um dem entgegenzuwirken, hat der Betreiber des Wertstoffhofes nun reagiert.

Stadtlohn, Südlohn

, 25.10.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Prinzip ist eigentlich ganz einfach: Man gibt seinen Müll auf dem Wertstoffhof in dem Ort ab, in dem man wohnt. Schließlich zahlt jeder Stadtlohner Haushalt jährlich für die Entsorgung des gesamten Abfalls.

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In Stadtlohn lief es zuletzt jedoch anders als geplant: „Wir haben in letzter Zeit häufiger festgestellt, dass viele Südlohner ihren Grünabfall in Stadtlohn abgeben“, berichtet Herbert Wienen, Betriebsleiter der Entsorgungsgesellschaft Westmünsterland, die den Wertstoffhof in Stadtlohn betreut.

Um einer Übertretung der Ortsgrenzen bei der Müllabgabe zu verhindern, intensiviert die EWG nun die Ausweiskontrollen beim Eingang zum Wertstoffhof. „Davor haben wir stichprobenartig kontrolliert, ob die Bürger, die die Grünabfälle abgeben, aus Stadtlohn kommen. Wir können jetzt auch nicht jeden kontrollieren, aber wir haben seit vier Wochen die Prüfung verschärft“, sagt Wienen.

Spannend: Die neue Form der Prüfung hatte sich noch nicht bis zum Bürgermeister Helmut Könning herumgesprochen. Als er vor einiger Zeit seinen Grünabfall abgeben wollte, hatte er seinen Personalausweis nicht dabei. Aber er konnte sich mit seinem Dienstausweis behelfen und kam durch, erzählte der Bürgermeister schmunzelnd jüngst in einer Ausschusssitzung.

In Stadtlohn wird anders abgerechnet

Der Grund für die Abgabe an einem anderen Ort: Beim Wertstoffhof in Stadtlohn – wie auch bei anderen bei Höfen in Legden, Ahaus oder Gescher – können die Einwohner ihren Müll kostenlos abgeben. Die Kosten werden über die Müllabgabegebühr der Stadt einmal jährlich bezahlt“, sagt Günter Wewers, Erster Beigeordneter der Stadt Stadtlohn.

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In Südlohn hingegen betreibt Geuking Recycling einen eigenständigen Wertstoffhof. Hier werden – zusätzlich zur „normalen“ Jahresangabe für die Entsorgung des Mülls – Gebühren für die Abgabe verlangt. Dieser Gegensatz führte bereits vor Monaten zu Spannungen in Südlohn, die sich in einer Facebook-Kampagne entluden. Daraufhin sah sich Stefan Geukingg, Geschäftsführer von Geuking Recycling“ gezwungen, eine Erklärung abzugeben. Die Münsterland Zeitung berichtete damals ausführlich.

Maßnahme zeigt Wirkung

Die strengere Kontrolle der EWG am Stadtlohnerr Wertstofhoff führte bereits zu einigen Erfolgen. „Wir haben einige wieder zurückgeschickt. Die Intensivierung der Kontrollen hat sich auch schon herumgesprochen“, erzählt Wienenn. Perspektivisch werde die EWG auch wieder zu den stichprobenartigen Kontrollen zurückkehren. Bevölkerung und Stadt reagieren positiv auf die Maßnahme. Die Stadt hält die Kontrolle für legitim“, sagt Günter Wewers.

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