Neuer Aufzug soll Zugang zu allen Etagen ermöglichen

Marienschule

Barrierefrei ist das Stichwort. Der Weg in die Marienschule mit all ihren Etagen soll für jeden offen sein - auch, wenn er zum Beispiel auf eine Gehhilfe angewiesen ist. Die Treppen müssen überwunden werden. Der Bauausschuss diskutierte jetzt mögliche Varianten. Das Ergebnis: Die Kosten für eine weitere, im Laufe der Diskussion entwickelte Variante sollen ermittelt werden.

STADTLOHN

, 25.03.2015, 18:42 Uhr / Lesedauer: 2 min
Neuer Aufzug soll Zugang zu allen Etagen ermöglichen

Der Haupteingang zur ehemaligen Marienschule - drei Treppenstufen sind schon beim Eintritt in das Gebäude zu bewältigen.

"Prüfauftrag zurück" hieß es in Richtung Verwaltung. Die vom Bauamt vorgeschlagene Variante, die am Eingang eine Rampe und innen einen Plateauaufzug vorsieht, soll erweitert werden. Ursprünglich hatte Bauamtsleiter Mathias Pennekamp den Aufzug nur bis zum ersten Obergeschoss geplant - nun soll durchgerechnet werden, wie teuer es wird, wenn er auch bis ins Dachgeschoss fährt.

Dies hatte das Bauamt zunächst nicht auf der Rechnung, "weil die Musikschule dann einen Raum abgeben müsste und das wieder zu einem Problem führen würde", begründete Pennekamp. Die Lösung mit dem Aufzug in die erste Etage würde rund 50000 Euro kosten - und wäre damit um einiges kostengünstiger als die Variante, die die Verwaltung auch noch präsentierte: Ein außen liegender Plateauaufzug bis ins Dachgeschoss. Zusammen mit elektrischen Türöffnern für fünf Brandschutztüren lägen die Kosten dafür bei 135000 Euro.

Innenliegender Aufzug

Trotz der hohen Kosten sprach sich die CDU-Fraktion zu Beginn der Diskussion für diese Variante aus: "Wenn wir schon mal Geld in die Hand nehmen, wollen wir den Besuchern ermöglichen, alle Etagen zu erreichen", begründete Heinrich Ellers. UWG, FDP, SPD und Grüne tendierten eher - schon wegen der Kosten-Nutzen-Relation - zur Variante mit dem innen liegenden Aufzug, wie die Sprecher jeweils betonten. Franz-Josef Demes (SPD) stellte dann die entscheidende Frage, warum der Aufzug bei diesem Vorschlag nicht ins Dachgeschoss führen solle.

Dass der dann für die Musikschule im Dachgeschoss wegfallende Raum das große Problem sein sollte, sahen die Kommunalpolitiker eher nicht. "Das kann ich mir nicht vorstellen. Man muss doch auch an Musikschüler denken, die behindert sind", meinte Demes dazu. Sein Fraktionskollege Berthold Dittmann stellte dann den Antrag, dem schließlich alle folgen konnten: Zu prüfen, was es kostet, den innen liegenden Aufzug bis ins Dachgeschoss fahren zu lassen.

Ziel: Zugang für alle

Josef Wansing (CDU) blickte zurück: "Als wir vor acht Jahren in die Marienschule investiert haben, war der Gedanke an den behindertengerechten Ausbau noch nicht so da." Heute sei das anders, und der "Zugang für alle" sei nun einmal wichtig, betonte er. Bernd Schöning (FDP) erinnerte sich auch, aber mit einem anderen Schwerpunkt: Damals sei kontrovers diskutiert worden, ob das ehemalige Schulgebäude in öffentlicher Hand verbleiben solle.

Es wurde so beschlossen. "Die Diskussion heute zeigt, was uns dieser Beschluss kostet. Das ist Geld, das wir an anderer Stelle brauchen könnten. Aber jetzt müssen wir da durch", stellte der Liberale fest. Es klang durch, dass es den Ausschussmitgliedern wohl am liebsten wäre, nicht 135000 Euro für einen Außenaufzug ausgeben zu müssen. "Das Glas wird auch sicher auf Dauer teuer im Unterhalt", meinte Erwin Plate (UWG).

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