Neuer Blickfang für den Fluss

Regionaleprojekt Berkel

Schöne Aussichten bekamen die Bauausschussmitglieder in der jüngsten Sitzung präsentiert: Blaues Berkelwasser setzt das graue und rote Pflaster der Uferpromenade in Szene, grüne Bäume beschatten Menschen, die auf Treppenstufen sitzen und den Blick auf die Berkelmühle genießen - so könnte es einmal aussehen an der Berkel.

STADTLOHN

, 06.10.2015 / Lesedauer: 3 min
Neuer Blickfang für den Fluss

So sieht es heute aus an Berkel und Losbergschule.

Dann, wenn das Regionale-Projekt "Die Berkel! Leben mit dem Fluss" umgesetzt ist. Vor 2017 ist damit aber nicht zu rechnen. Architekt Michael Glück aus Stuttgart präsentierte einige Änderungen der ersten Entwürfe und nannte Details zu den Materialien. Den Abschnitt der Berkel von der Mühle bis zur Losbergschule hatten sich die Planer vorgenommen - eine Promenade soll beide Punkte verbinden. In Höhe des Wehrs und der Berkelmühle sind Treppen geplant.

"Das ist für alle, die aus der Stadt kommen, ein schöner Blickfang", war sich Michael Glück sicher. Die Freifläche sei im geänderten Entwurf etwas kleiner ausgefallen und gegliedert worden: Eine Art grüner Teppich liege mitten im Platz, zwei große Bäume sollten darin Platz finden. Drei Meter Höhenunterschied vom Platz bis zur Wasserkante der Berkel seien zu überwinden gewesen. Ein halber Meter mehr sogar bei der Fischtreppe: Diese werde praktisch wie ein Seitenarm neben der Berkel angelegt. "Das war nicht so einfach, das musste immer länger werden", erläuterte der Architekt.

Stelen und Colorasphalt

Insgesamt sei im aktuellen Entwurf nur ein Steg übrig geblieben - in Höhe der Fischtreppe. "Das ist auch eine Kostenfrage", so Glück, und kam dann zu den Materialien: Beton für die Treppenstufen, Beton, Stahl und Holz für den Steg, Pflaster für Promenade und Plätze. Was das Pflaster angeht: "Mein Vorschlag ist es, mit dem weiterzumachen, was in der Stadt liegt", sagte Glück.

Für den Asphalt in der Promenade empfehle er Colorasphalt, der habe eine gewisse Wärme. "Beige würde passen, wie vor der Otgerkirche". 4,50 und 6 Meter hohe Stelen sollen für Licht sorgen, je nach Standort. "Das sieht ganz gut aus und kann eine erfolgreiche Sache werden", befand Josef Wansing (CDU). Pragmatisch blickte der sachkundige Bürger Ludger Brockherde auf die Grünstruktur in den Pflasterflächen: "Was kostet denn da die Unterhaltung, brauchen wir da mehr Leute auf dem Bauhof?"

Höherer Aufwand

Auch Hermann Steverding (UWG) fragte sich, wie ein "Teppich" mit zwei Bäumen drin zu mähen sei. Konkrete Zahlen konnte keiner nennen, doch das der Aufwand höher werde, sei klar, so Bürgermeister Helmut Könning: "Der ist da ja auch zurückgefahren worden."

Die Frage von Richard Henrichs (Grüne) nach dem Zeitrahmen beantwortete Bauamtsleiter Mathias Pennekamp deutlich. Definitiv werde 2016 nicht gebaut, 2017 sei realistisch. "Ich kann aber nicht ausschließen, dass es Änderungen im Planfeststellungsverfahren gibt, die sich auswirken", so Pennekamp weiter. Aus Mitgliedern des Bauausschusses wurde für das Regionale-Projekt eine Lenkungsgruppe eingerichtet.

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