Piloten spielen Extremsituationen durch

Flugzeugmodelle präsentiert

Die Flugwoche auf dem Flugplatz Stadtlohn-Vreden begann am Samstag mit der Präsentation der neuen Flugzeugmodelle des Unternehmens Cirrus Aircraft aus den Niederlanden. Präsentiert wurden dabei drei Flugzeuge des Unternehmens, sowie eine Maschine, die in Privatbesitz ist, vom Typ „2016-SR 22“.

STADTLOHN

, 02.05.2016, 17:59 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Vorführung richtete sich ausschließlich an das Fachpublikum. Um in den Genuss der Vorstellung oder eines Rundfluges mit Erklärung der technischen Neuentwicklungen zu kommen, musste man aber schon über entsprechende Fluglizenzen, eine solche Maschine fliegen zu dürfen, verfügen – und ein ausreichendes Kaufinteresse belegen. Aber offensichtlich gab es viele, die all dieses vorzuweisen hatten.

Die Interessenten kamen zu großen Teil selbst mit einem Flieger nach Stadtlohn. Im Vorfeld hatten sich bereits 20 angemeldet, während der Vorstellung von 10 Uhr bis 20 Uhr kamen noch weitere 40 (Hobby)-Piloten aus Deutschland, den Niederlanden, Belgien und Großbritannien hinzu. Interesse an der Flugzeugpräsentation hatten aber auch viele Personen aus der Umgebung: Familien mit Kindern nutzten das gute Wetter, um zum Flugplatz zu radeln und bestaunten den ganzen Tag über die vielen Starts und Landungen.

Mehr Sicherheit

Das Hauptaugenmerk legt der Flugzeughersteller beim neuen Modell „2016er Cirrus AII-Digital SR22T“ auf die Sicherheit und den Komfort beim Fliegen. So verfügen alle Maschinen des neuen Modells über einen Rettungsfallschirm, der vom Pilot aktiviert werden kann. Der Fallschirm wird mit einer Rakete aus dem Chassis geschossen und bringt das ganze Flugzeug mit Besatzung zu Boden.

Nachdem die Neuerungen am Boden von den firmeneigenen Piloten vorgestellt wurden, durften die Interessenten selbst eine 20-minütige Runde mit dem Flieger drehen. Im Flugzeug wurde das neue Bedienkonzept gezeigt. Die Anzeigen im Cockpit sind in den neuen Modellen zum Großteil digital. Lediglich der Höhenmesser und der künstliche Horizont müssen laut Vorschriften noch in alter Version erhalten bleiben. Nach dem Start mit dem Flieger ging es schnell über Vreden, Ottenstein und Ahaus hinweg. In 20 Minuten gab es für die Fluggäste eine Menge zu sehen.

Auf die Seite gelegt

Das Hauptaugenmerk lag allerdings auf dem Test. In der Luft wurden Extremsituationen durchgespielt, in denen der Autopilot automatisch eingreift, so dass es in der Regel nicht zu Notsituationen kommen kann. Das Flugzeug musste vom Piloten auf die Seite gelegt, zu schnell und zu langsam geflogen werden, damit er merken konnte, wie der Autopilot in den entsprechenden Situationen reagiert.

Nach der Testschleife ging es über Stadtlohn wieder zum Flugplatz zur Landung zurück. Alle Insassen bei den Testflügen waren von der Vorstellung begeistert. Beim Betanken der Flugzeuge für den nächsten Testflug gingen die Verkaufsgespräche dann weiter… 

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