Realschule liegt im Quotenhoch

Stadtlohn Die Schülerströme verschieben sich - langsam, aber nachhaltig: Das zeigen aktuelle Daten des Kreises Borken und der Stadt Stadtlohn.

23.07.2007, 17:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Danach hat sich die Zahl der Übergänge zu den Hauptschulen in Stadtlohn seit dem Jahr 2002 auf Werte deutlich unterhalb der 100-Schüler-Marke eingependelt. Noch im Jahr 2004 wechselten 101 Jungen und Mädchen aus Stadtlohn nach dem Abschluss ihrer Grundschulzeit an eine Hauptschule. Doch in den folgenden Jahren machten sich offensichtlich sowohl ein geändertes Wahlverhalten bemerkbar - erkennbar am Absinken der Quote für die Hauptschulen auf Werte, die seit nunmehr drei Jahren in Folge unterhalb der 30-Prozent-Marke liegen - als auch der Rückgang der Jahrgangsstärken insgesamt.

Die Verringerung der Geburtenzahlen dürfte auch mittel- bis langfristig in der Schullandschaft spürbar werden. Bemerkbar gemacht hat sie sich bereits bei den Grundschulen: Aus diesem Grund war in Stadtlohn beschlossen worden, den Betrieb der Marienschule auslaufen zu lassen. Wie sehr sich die Situation gerade für die Hauptschulen gewandelt hat, lässt sich am langfristigen Vergleich ablesen: So wechselten im Sommer 1975 im Kreis Borken von rund 6600 Viertklässlern noch deutlich mehr als die Hälfte an eine Hauptschule - 3915 Jungen und Mädchen. Demgegenüber meldeten im vergangenen Jahr kreisweit nur noch 1283 Eltern ihr Kind zum Besuch dieser Schulform an - von rund 4500 Viertklässlern insgesamt.

Realschule boomt

Im Gegenzug erlebte im gleichen Zeitraum die Realschule einen regelrechten Boom. In Stadtlohn hat sich die Übergangsquote auf Werte um 44 Prozent eingependelt. Auf das Gymnasium fällt die Wahl bei weniger Eltern: Nur im Jahr 2005 lag dieser Wert mit 31,1 Prozent in Stadtlohn über der 30-Prozent-Marke, sonst darunter. Allerdings muss sich das Geschwister-Scholl-Gymnasium nicht über mangelnde Anmeldungen beklagen: Der Zustrom aus Gescher sorgt insgesamt für eine entsprechende Auslastung. to

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